Betrieblicher Umweltschutz in Baden-Württemberg
 
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Prüfung und Wartung von technischen Einrichtungen und Geräten

Ausfallzeiten, Reparaturen und Ersatzbeschaffung – defekte Geräte gehen auf die Nerven und kosten Geld. Die richtige Prüfung und Wartung der Arbeitsmittel und Anlagen macht also auf jeden Fall Sinn. Verschiedene Rechtsbereiche – von der Betriebs- und Arbeitssicherheit bis zum Umweltrecht – unterstreichen ihrerseits die Bedeutung einwandfrei funktionierender Geräte.
Prüfung und Wartung von technischen Einrichtungen und Geräten
Quelle: JMG / pixelio.de

Umweltauswirkungen

Sachkundige Mitarbeiter sollten im Betrieb die Geräte und Anlagen prüfen und instandhalten. Das fängt bei der Haustechnik an und geht über die Baustellenmaschinen bis hin zum eigenen Fuhrpark. Alles unterliegt Verschleiß, Verschmutzung und kann beschädigt werden. Ineffektive oder kaputte Geräte schaden dann auch der Umwelt: Sie entwickeln mehr Lärm, stoßen mehr Abgase aus, verbrauchen mehr Treib- oder Schmierstoff.

Rechtliche Vorgaben zur Betriebssicherheit der Arbeitsmittel

Welches Gewicht diesem Themenbereich von rechtlicher Seite beigemessen wird, zeigt die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV). Diese regelt die Sicherheitsanforderungen an die Arbeitsmittel. Die folgenden zentralen Aussagen aus der BetrSichV verdeutlichen ihre Ziele:
  • Arbeitsmittel dürfen nur für die vorgesehene Verwendung benutzt werden.
  • Arbeitsmittel müssen während der gesamten Nutzung in sicherem Zustand gehalten werden.
  • Treten Mängel auf, die die Sicherheit der Benutzer gefährden, dürfen die Arbeitsmittel nicht weiter benutzt werden.
  • Arbeitsmittel sind vor der Benutzung auf Mängel zu überprüfen.
  • Arbeitsmittel, die an wechselnden Einsatzorten jeweils montiert werden, sind nach jeder Montage vor Ort zu prüfen.
  • Gleichfalls sind die Arbeitsmittel nach Instandhaltungsarbeiten zu prüfen, bevor sie wieder in Betrieb genommen werden.
  • Die Prüfungen müssen im Normalfall durch befähigte Personen erfolgen.
  • Die Durchführung der Prüfungen und deren Ergebnisse müssen dokumentiert werden.
Weitere Vorgaben zu Wartungen und Prüfungen kommen aus dem Bereich der Arbeitssicherheit sowie dem Umweltrecht. In Maler- und Stuckateurbetriebe betrifft dies die Regelungen zu Druckbehältern von Kompressoren, Feuerlöschern, Fahrzeugen, elektrischen Geräten, Hochdruckreinigern und Abfallcontainern.

Weitere Informationen finden Sie unter Arbeitsschutz und Sonstiges Umweltrecht.

Wartung mit System

Prüfung und Wartung müssen organisiert sein. Einfache Instrumente helfen, das sicherzustellen und das Bewusstsein der Mitarbeiter für die Notwendigkeit einwandfreier Arbeitsmittel zu verstärken.
Mögliche Ansatzpunkte sind:
  • konsequentes Auswerten der Betriebsanleitungen der Hersteller
  • Wartungsverträge mit Herstellern oder Fachfirmen abschließen. Alternativ dazu die eigenen Mitarbeiter qualifizieren, beispielsweise für die Prüfung elektrischer Geräte oder die Wartung von Lüftungsanlagen.
  • Hilfsmitteln zur termingerechten Organisation von Anlagenwartungen und
  • -prüfungen: Ein einfacher Prüf- und Wartungsplan in Form einer Excel-Tabelle kann beispielsweise genügen. Das Dokument wird von einer beauftragten Person gepflegt. Sie trägt pro Anlage/Maschine den Prüfrhythmus, die Prüfereignung, die notwendigen Nachweise, die Prüfgrundlage ein. Eine solche Tabelle erleichtert vor allem die Verwaltung der Prüftermine.
  • Eine separate Dokumentation der Prüf- und Wartungsbescheinigungen schaffen. Dies erhält zusätzliche Bedeutung für den Nachweis des ordnungsgemäßen Betriebs bei Schadensfällen oder Betriebsübergaben.
Wartungszustand und defekte Geräte

Für die tägliche Praxis auf der Baustelle ist wichtig, defekte Geräte und Maschinen umgehend aus dem Arbeitsprozess zu entfernen. Hierzu kann beispielsweise im Lager des Betriebs oder in einem Baucontainer auf der Baustelle ein Sperrbereich geschaffen werden. Damit lassen sich sowohl Gefahren für die Mitarbeiter, Zeitverluste, aber auch Umweltbeeinträchtigungen durch Leckagen vermeiden.

TIPP: Dauerhafte Aufkleber an den Maschinen und Geräten geben den Prüf- und Wartungszustand wieder.

Glossar

Arbeitsmittel
Arbeitsmittel im Sinne der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) sind Werkzeuge (z.B. Hammer und Zangen), Geräte (z.B. Computer und Radios), Maschinen (z.B. Kreissägen und Bohrmaschinen) und Anlagen (z.B. Aufzüge und Dampfkessel).  Anlagen setzen sich aus mehreren Funktionseinheiten zusammen, die zueinander in Wechselwirkung stehen und deren sicherer Betrieb wesentlich durch diese Wechselwirkungen bestimmt wird.

BetrSichV
Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Bereitstellung von Arbeitsmitteln und deren Benutzung bei der Arbeit, über Sicherheit beim Betrieb überwachungsbedürftiger Anlagen und über die Organisation des betrieblichen Arbeitsschutzes
(Betriebssicherheitsverordnung - BetrSichV ).
Den Verordnungstext finden Sie hier.


Instandhaltung
Die Instandhaltung umfasst alle Maßnahmen zur Bewahrung und Wiederherstellung des Sollzustandes sowie zur Feststellung und Beurteilung des Istzustandes von technischen Anlagen/Geräten. Sie setzt sich zusammen aus Wartung, Inspektion und Instandsetzung und ist in der DIN 31051 definiert.



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