Betrieblicher Umweltschutz in Baden-Württemberg
 
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Produktgestaltung

Auch wenn der Schreiner mit einem sehr nachhaltigen Rohstoff arbeitet, gehört zu einem nachhaltigen Produkt noch einiges mehr. Dies steht im deutlichen Kontrast zur Schnelllebigkeit und Wegwerfmentalität unserer Zeit. Zum Qualitätsanspruch des Handwerks gehört es schon immer, ein langlebiges und hochwertiges Produkte herzustellen.

Das Schreinerhandwerk ist auch ein gestaltendes Handwerk. Gerade im Kontakt mit den Privatkunden ergeben sich viele Möglichkeiten, das Konzept des Produktes zu beeinflussen. Hier können verschiedene Aspekte der Nachhaltigkeit mit einbezogen werden. Darüber kann der Schreiner verdeutlichen, worin der konkrete Qualitätsanspruch besteht und welchen Nutzen er für den Kunden bringt:

  1. Emissionsarme Fertigung
    Der Anspruch an ein nachhaltiges Produkt beginnt bei der Fertigung. Gerade der Oberflächenbereich hat hier einen besonderen Einfluss auf den Energieverbrauch des Produktes. Hier können z.B. mit Ölen oder Wachsen vergleichsweise schonende Verfahren gewählt werden, um die Umwelt möglichst wenig zu belasten.
  2. Langlebigkeit
    Im Gegensatz zu billigen Schnäppchen steht der Anspruch durch die geeignete Auswahl hochwertiger Materialien ein Produkt zu schaffen, das auch noch in 20 Jahren seine Funktion erfüllen kann. Dies kann z.B. bedeuten, Beschläge zu verschrauben, anstatt sie nur zu verklemmen.
  3. Lange Nutzbarkeit
    Ansprüche an Produkte können sich im Laufe der Zeiten wandeln. Mobilität ist für uns heute selbstverständlicher als für frühere Generationen. Daher müssen sich Produkte auch wechselnden Bedingungen und Bedürfnissen anpassen lassen und ergänzt werden können. Dazu gehört, dass man die Produkte demontierbar hält und nicht durch Verklebungen einen Umbau oder Umzug unnötig erschwert.
  4. Pflegeaufwand
    Die Pflege von Produkte führt naturgemäß zu langlebiger Verwendbarkeit. Dazu bedarf es ausreichender Informationen und Hilfestellung für den Kunden, wie er dies bewerkstelligen kann. Er muss selbst Verantwortung für sein Produkt übernehmen können. Der damit einhergehende Aufwand muss sich in Grenzen halten, wenn die Wertschätzung des Produktes erhalten bleiben soll. Z.B. im Fensterbereich kann man durch Verkleidungen aus Aluminium oder wetterbeständigen Holzrahmen den Pflegebedarf des Fensters deutlich verringen.
  5. Reparaturfähigkeit
    Dies hängt eng mit dem Anspruch an eine lange Nutzbarkeit zusammen und erfordert ausreichende Information über die einzelnen Bestandteile des Produktes. Hier ist der Schreiner als Dienstleister gefragt. Wartungsverträge können eine Hilfe sein, die langjährige Funktionsfähigkeit von Türen oder Fenstern sicherzustellen.
  6. Verwertung
    Die Produkte von heute sind die Rohstoffe von morgen. Dazu müssen sie auch in Zukunft als Rohstoffe nutzbar sein. Z.B. erschweren Kanten aus PVC eine spätere Verwertung des Möbels. Auch hier ist eine ausreichende Produktinformation hilfreich, um Vertrauen in das Produkt zu schaffen und eine spätere Verwertung zu erleichtern.

Weitere Hinweise und Tipps zur nachhaltigen Produktgestaltung können im Bereich Wichtig für alle Branchen > Produktverantwortung > Produktgestaltung abgerufen werden.

Der Landesfachverband Schreinerhandwerk Baden-Württemberg hat eine Broschüre zu Innentüren zusammengestellt, um die geltenden Anforderungen, Normen und Vorschriften zusammenzustellen.



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