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Tiefdruck

Im Tiefdruck kommen Rollenrotationsmaschinen und Bogendruckmaschinen zum Einsatz. Der Rotationstiefdruck eignet sich für die Produktion auflagenstarker Produkte. Der Bogentiefdruck wird für die Veredelung von Druckprodukten mit Leuchtstofffarben, Metallfarben und Lacken eingesetzt. Beim Tiefdruck liegen die druckenden Stellen der Druckform (Näpfchen) vertieft. Die Druckform wird durch Eintauchen in dünnflüssige Druckfarbe eingefärbt und überschüssige Farbe anschließend mit einem Stahlmesser (Rakel) abgezogen. Während des Druckvorganges wird die Druckfarbe aus den Vertiefungen der Druckform direkt auf den Bedruckstoff übertragen (direktes Druckverfahren).


Die Druckformen bestehen aus Metallzylindern, in deren Kupferoberfläche das Druckbild eingraviert wird. Anschließend wird der Zylinder für eine höhere Beständigkeit galvanisch mit Chrom beschichtet. Die stabilen Druckformen erlauben einen hohen Anpressdruck und gewährleisten damit auch bei hohen Druckgeschwindigkeiten sehr hochwertige Druckergebnisse. Mit Tiefdruckzylindern lassen sich hohe Standzeiten von über einer Million Drucken erreichen.

 

Tiefdruckzylinderherstellung
Tiefdruckzylinderherstellung
Quelle: printXmedia Süd GmbH

Im Gegensatz zu den Druckverfahren des grafischen Druckbereichs (Offsetdruck, Illustrationstiefdruck) wird im Verpackungsdruck üblicherweise mit Echtfarbtönen gearbeitet (d.h. es erfolgt keine Zusammensetzung der optisch wahrgenommenen Farbe aus "Raster"-Punkten).

Aus diesem Grund sind die Maschinen meist mit einer großen Zahl von Farbwerken ausgestattet, damit sie in einem Druckvorgang 8 und mehr Farben aufbringen können. Dabei können auch Grundierungen oder Decklacke mit aufgetragen werden, die besondere Eigenschaften der Druckschichten sicher stellen (so genannte "Echtheiten" wie: Lebensmittelechtheit, UV-Beständigkeit etc).

Bei den Druckmaschinen lassen sich folgende Grundtypen differenzieren:

Vorsatzdruckwerke sind einzelne Druckwerke für den Auftrag einer Farbe oder eines Lackes. Sie kommen überwiegend im Rahmen von Produktionsprozessen wie der Packstoffherstellung oder der Veredelung von Papierbahnen und Folien zum Einsatz. Ein Beispiel ist der so genannte Preprint von Wellpappen-Decklagen mit einem Flexodruck-Vorsatzdruckwerk vor der Kaschieranlage.

Zentralzylindermaschinen

Bei den Zentralzylindermaschinen liegen alle 6 bis 8 Farbwerke satellitenartig um einen Gegendruckzylinder. Vorteile bringt dieser Maschinentyp vor allem beim Bedrucken von dehnbaren Folien und anderen nicht formatstabilen Bedruckstoffen. Zwischen den einzelnen Farbwerken sind so genannte Zwischentrockner angeordnet, die mit Heißluft einen ersten Trocknungsschritt der Farbe einleiten.

Um die Farbtrocknung abzuschließen wird die Bedruckstoffbahn nach dem letzten Druckwerk durch einen Trockenkanal geführt.

Mehrzylindermaschinen

Bei den Mehrzylindermaschinen besitzt jedes Druckwerk einen eigenen Gegendruckzylinder. Es wird zwischen Ständer- und Tandemdruckmaschinen unterschieden.

Bei Reihen-Mehrzylindermaschinen weist jedes Druckwerk einen eigenen Druckwerkständer mit Gegendruckzylinder auf. Der Bedruckstoff legt bei diesem Typ zwischen den Druckwerken eine längere (Trocknungs-) Strecke zurück.



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