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Umweltkosten und UmweltkostenrechnungUmweltkosten im betrieblichen Sinn umfassen alle Kosten, die im Zusammenhang mit Maßnahmen entstehen, „die darauf ausgerichtet sind, die durch die Unternehmenstätigkeit verursachten oder zu erwartenden Umweltbelastungen oder Umweltschäden zu vermeiden, zu verringern, zu beseitigen sowie zu überwachen und zu dokumentieren.“ (VDI 2000).Hierunter fallen Aufwendungen für produktions- und produktbezogene Maßnahmen; unabhängig, ob sie additiver (end-of-pipe) oder integrierter Art sind, z. B.:
Grafik: Laufende Aufwendungen für Umweltschutzmaßnahmen in produzierenden Unternehmen, 2006 ![]() Quelle: Statistisches Bundesamt, 2006 Die Umweltkostenrechnung (UKR) ordnet die Umweltkosten den Kostenstellen und –trägern zu (z. B. Produktionsschritte, Lager etc). Die UKR kann auf unterschiedliche Ebenen bzw. Bereiche ausgerichtet sein, z. B. Unternehmen, Betriebsstandort oder Produktionsprozess. In der UKR werden die physischen Daten (Mengendaten Materialien, Abfall, Abwasser, Energie etc.) des jeweiligen Bereichs zu monetären Daten umgerechnet (Kosten, Erlöse, Einsparungen). Wesentliche Basis für die physischen Daten ist die betriebliche Umweltbilanz. Weitere Informationen und ein Beispiel unter Schreiner > Betriebsführung > Umweltmanagement > Umweltbilanz. Grafik: Umweltkosten und Umweltkostenrechnung ![]() Quelle: ABAG-itm, Pforzheim Zweck und Nutzen einer UKR wird durch die jeweilige Methode bestimmt. In der betrieblichen Praxis stehen folgende Methoden im Vordergrund:
Auf Grundlage des Umweltstatistikgesetzes (UStatG) werden seit 2005 in max. 10.000 Unternehmen die Investitionskosten des additiven und des integrierten Umweltschutzes erhoben. Die Erhebung umfasst die Bereiche Abfallwirtschaft, Gewässerschutz, Lärmbekämpfung, Luftreinhaltung, Naturschutz und Landschaftspflege, Bodensanierung und Klimaschutz. Die Ergebnisse werden vom Statistischen Bundesamt unter www.destatis.de veröffentlicht und bieten interessante Kennzahlen zur Einschätzung des eigenen Betriebs. Von der Umweltkostenrechnung zum Umweltkostenmanagement Das Umweltkostenmanagement ist eine Weiterentwicklung der Umweltkostenrechnung. Es bezieht sich nicht nur auf Einzelmaßnahmen, sondern dient unmittelbar dem Zweck, den betrieblichen Umweltschutz insgesamt effizienter zu gestalten, d. h. Umweltkostenaspekte in allen betrieblichen Entscheidungen berücksichtigen und ökologisch-ökonomische Optimierungspotenziale erschließen. Damit verbunden ist der Anspruch, umweltbezogene Aufwendungen (Investitionen und laufende Kosten) umfassend zu analysieren, zu planen und zu kontrollieren. Das Umweltkostenmanagement ist integrierter Teil des allgemeinen betrieblichen (Kosten-)Management und baut auf dem vorhandenen Kostenstellen- und Kostenträgerrahmen des Unternehmens auf. Es verbindet die physischen (technischen) und finanziellen Daten und Informationen der betrieblichen Prozesse und Produkte und verhilft zu einer besseren Zuordnung der Kosten zu den einzelnen Verursachern. Die Vorteile des Umweltkostenmanagements liegen in erster Linie in der Transparenz, im Aufzeigen von Optimierungs- und Kostensenkungspotenzialen (z. B. Material- und Energieeffizienz), der verbesserten Steuerung von Prozessen (z. B. Bildung von Kennzahlen, Identifizierung von Kostentreibern), einer nachhaltigen Kontrolle und Überwachung (z. B. verbesserte Datenlage und Zeitreihendokumentation) und der Absicherung einer Investitionsstrategie. Das Umweltkostenmanagement ist somit wesentlicher Bestandteil des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP) in Unternehmen. Grafik: Einbindung der Umweltkostenrechnung in das betriebliche Umweltkostenmanagement ![]() Quelle: ABAG-itm, Pforzheim, Legende: Die ABC-Analyse ist ein betriebswirtschaftliches Analyseverfahren. GlossarABC-AnalyseDie ABC-Analyse ist ein betriebswirtschaftliches Analyseverfahren. Sie teilt eine Menge von Objekten in die Klassen A, B und C auf, die nach absteigender Bedeutung geordnet sind. Eine typische ABC-Analyse gibt beispielsweise an, welche Produkte am stärksten am Umsatz eines Unternehmens beteiligt sind (A) und welche am wenigsten (C) (Quelle : Wikipedia). Im Fall der Energie- und Materialeffizienz bedeutet dies, dass zuerst die Möglichkeiten mit dem höchsten Einsparpotenzial und dem geringeten Aufwand angegangen werden. KVP KVP ist eine Methode zur kontinuierlichen Verbesserung innerbetrieblicher Abläufe, mit dem Ziel die Qualität und die Effizienz der Produktionsprozesse zu verbessern. Wesentliches Element ist die Einbeziehung und Motivierung der Mitarbeiter. Umweltstatistikgesetz - UStatG Umweltstatistikgesetz - UStatG Den Gesetzestext finden Sie hier. VDI Der VDI ist der Verein deutscher Ingenieure. Er entwickelt unter anderem verbindliche Regeln, die einheitliche Standards im Bereich der industriellen Umwelt etablieren.
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