Betrieblicher Umweltschutz in Baden-Württemberg
 
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Analoge Qualitätssicherung

Unter analoger Qualitätssicherung ist die klassische Qualitätsprüfung und -steuerung anhand von Checklisten, Prüfberichten, Reklamationsprotokollen, Verfahrensanweisungen usw. zu verstehen. In den meisten Gebäudereinigungsunternehmen sind Instrumente dieser Art im Einsatz, die Berücksichtigung von Umweltaspekten ist aber die Ausnahme.

Nutzen Sie die Möglichkeiten, die Ihnen Objektbegehungen und Informationen aus Ihrem Beschwerdemanagement bieten, um auch die Erreichung Ihrer Umweltziele sicherzustellen.

Prüfen und dokumentieren Sie bei Ihren Qualitätsprüfungen im Rahmen Ihrer Objektbegehungen nicht nur die Reinigungsleistung, sondern auch Aspekte des Umweltschutzes und der Arbeitssicherheit, beispielsweise:

  • Werden die Dosiervorgaben eingehalten?
  • Werden die Vorgaben zur Abfalltrennung eingehalten?
  • Werden die vorgeschriebenen Reinigungs- und Pflegemittel für die jeweiligen Arbeiten verwendet?
  • Werden die Vorgaben zur Entsorgung der Schmutzflotte eingehalten?
  • Werden die Richtlinien bezüglich des Transports von Gefahrgütern, z.B. Mengenbegrenzungen, Ladungssicherung, Benutzung von Auffangwannen eingehalten?
  • Werden die Vorgaben zum Tragen von persönlicher Schutzausrüstung, wie Handschuhen, Schutzbrillen usw. eingehalten?
  • Sind die im Objekt vorhandenen Sicherheitsdatenblätter und Betriebsanweisungen vollständig und aktuell?
  • Sind die Schulungs- und Unterweisungsnachweise im Objektordner vollständig?
  • Wurde bei allen ortsveränderlichen Elektrogeräten innerhalb der letzten 6 Monate eine Elektrogerätesicherheitsüberprüfung durchgeführt?

Analysieren Sie Ihre Reklamationen auch im Hinblick auf Umweltaspekte, beispielsweise beschweren sich Kunden über

  • schlechte Reinigungsleistung, verursacht durch Überdosierung
  • Geruchsbelästigungen nach Reinigungsarbeiten
  • Materialbeschädigungen durch den Einsatz zu aggressiver Reinigungsmittel
  • gestiegene Entsorgungskosten, verursacht durch mangelhafte Abfalltrennung 

Indem Sie diese Mängel abstellen, erhöhen Sie nicht nur die Zufriedenheit der Kunden, sondern leisten ebenfalls einen Beitrag zur Verbesserung des Umweltschutzes.

Objektbegehungen sollten grundsätzlich dokumentiert werden.

Musterformular für ein Besuchsprotokoll (pdf. 36KB)

Glossar

Betriebsanweisungen
Die Betriebsanweisung ist eine Anweisung des Arbeitgebers an die Beschäftigten. Sie regelt arbeitsplatz- und tätigkeitsbezogen das Verhalten im Betrieb mit dem Ziel, Unfall- und Gesundheitsgefahren zu vermeiden. Darüber hinaus dient sie als Grundlage für Unterweisungen. Man unterscheidet Betriebsanweisungen, die den Umgang mit Gefahrstoffen regeln, und sicherheitstechnische Betriebsanweisungen für den Umgang mit Maschinen und Anlagen. Geregelt werden nur die Tätigkeiten, die gefährlich bzw. sicherheitsrelevant sind. Die Betriebsanweisung enthält hierzu die erforderlichen Angaben der Gebrauchsanleitung bzw. -anweisung (bei technischen Erzeugnissen) oder der Sicherheitsdatenblätter (bei Gefahrstoffen) des Herstellers, Einführers oder Lieferanten.

Entsorgung
Unter Entsorgung von Abfällen wird sowohl die Beseitigung als auch die Verwertung von Abfällen verstanden.

Gefahrgut
Stoffe und Produkte, von denen im Zusammenhang mit Transport oder transportbedingter Lagerung Gefahren ausgehen.

Sicherheitsdatenblätter
In den Sicherheitsdatenblättern für Gefahrstoffe befinden sich Hinweise zum Gefährdungspotenzial und zum sicheren Umgang mit den Stoffen. Aufbau und Inhalte sind seit dem 1. Juni 2007 durch die REACH-Verordnung (Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe) vorgegeben. Davor galten die Maßgaben der EG-Richtlinie 91/155/EWG.

Unterweisung
Die Unterweisungen der Beschäftigten zum Schutz vor Gefahren müssen vor der Beschäftigung und danach mindestens einmal jährlich mündlich und arbeitsplatzbezogen erfolgen. Vorgaben finden sich u.a. in der Gefahrstoff-Verordnung. Inhalt und Zeitpunkt der Unterweisungen sind schriftlich festzuhalten und von den Unterwiesenen durch Unterschrift zu bestätigen. Der Nachweis der Unterweisung ist zwei Jahre aufzubewahren.


Verfahrensanweisung
Verfahrensanweisungen sind übergreifende schriftliche Regelungen zur Umsetzung externer Normen auf das Unternehmen sowie zur Implementierung unternehmensinterner Normen (insbesondere Umwelt, Qualität und Sicherheit). Verfahrensanweisungen können durch Arbeitsanweisungen und Betriebsanweisungen für einzelne Arbeitsplätze konkretisiert werden.



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