Betrieblicher Umweltschutz in Baden-Württemberg
 
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Produktverantwortung

Produktverantwortung ist ein moderner Ansatz in der Umweltpolitik, er wurde in Deutschland zuerst im Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) gesetzlich verankert. Ausführungen dazu finden Sie im Bereich Rechtsgrundlagen > Produktverantwortung, insbesondere zu den Grundsätzen, zur Umsetzung und Ausgestaltung im deutschen Recht und zu den Zuständigkeiten.

Die Produktverantwortung wird heute insbesondere von der EU unter dem Stichwort Integrated Product Policy (IPP) vorangetrieben.

Adressaten dieser Politik sind zunächst die Hersteller von Waren. Sie werden aufgefordert, Produkte über den gesamten Lebensweg umweltverträglich zu gestalten. Neben der Produktvorkette (Rohstoffgewinnung und -veredelung) werden zunehmend die Umweltauswirkungen des Produkts in der Gebrauchsphase und die Verwertung von Produktabfällen in den Mittelpunkt von Verbesserungsprozessen gestellt. Das meint beispielsweise Verbrauchssenkung bei elektrischen Geräten oder geringere Materialvielfalt, um den Verwertungsprozess zu erleichtern.  

Eine Produktoptimierung während der Gebrauchsphase kann jedoch nicht ohne Rücksicht auf das Verbraucherverhalten erfolgen. In vielen Bereichen ist daher eine Veränderung des Verhaltens der Verbraucher erforderlich. Beispielsweise sollte zukünftig nicht mehr die Wattzahl bei elektrischen Geräten das vorrangige Entscheidungskriterium sein.

Glossar

Abfall zur Verwertung
Nicht vermeidbare und nicht wiederverwendbare Abfälle sind umweltverträglich zu verwerten, wobei die stoffliche der energetischen Verwertung vorzuziehen ist. Vorrang hat immer im Einzelfall aber die umweltverträglichere Verwertungsart. In diesem Sinne wurde festgelegt, dass die energetische Verwertung der stofflichen Verwertung gleichwertig ist, wenn der Abfall einen Heizwert von mindestens 11.000 kJ/kg hat.
Unter stofflicher Verwertung versteht man die Substitution von Rohstoffen durch das Gewinnen von Stoffen aus Abfällen (Sekundärrohstoffe) oder die Nutzung der stofflichen Eigenschaften der Abfälle für den ursprünglichen Zweck bzw. für andere Zwecke.


KrWG
Gesetz zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und Sicherung der umweltverträglichen Bewirtschaftung von Abfällen (Kreislaufwirtschaftsgesetz - KrWG).

Den Gesetzestext finden Sie hier.



Produktverantwortung
Die Verantwortung der Hersteller für ihre Produkte erstreckt sich grundsätzlich über den gesamten Lebensweg. Insbesondere ist der Hersteller soweit dies durch Verordnungen geregelt  ist, z. B. für Altfahrzeuge und Batterien, zur Rücknahme und die sachgerechte Entsorgung der gebrauchten Produkte nach ihrem Lebensende verantwortlich.

Umweltauswirkungen
Umweltauswirkungen sind alle positiven oder negativen Veränderungen der Umwelt, die ganz oder teilweise aufgrund der Tätigkeiten, Produkte oder Dienstleistungen eines Unternehmens eintreten (Definition nach EMAS). Die negativen Wirkungen lassen sich in unterschiedliche Kategorien einteilen, wie beispielsweise Treibhauseffekt, Ozonabbau, Verbrauch von Ressourcen sowie Human- und Ökotoxizität.



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