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ControllingDurch eine systematische Herangehensweise lässt sich die Umweltsituation eines Betriebs auch über das Controlling in Zahlen fassen. Für die eigenen Umweltziele und auch Angebotskalkulationen schafft das eine solide Entscheidungsgrundlage.![]() Quelle: Paul-Georg Meister / pixelio.de Umweltbezogenes Controlling Zahlen zu Kosten und Nutzen des betrieblichen Umweltschutzes sind erfahrungsgemäß selten vorhanden. Meist beschränken sie sich auf die Jahresrechnungen von Energie und Wasser, Spritkosten und Müllgebühren. Um Umweltschutzaspekte zu gleichwertigen Kriterien in der Betriebsführung zu machen und umweltrelevante Entscheidungen auf der Basis objektiver Kriterien zu treffen, sollte die Firmenleitung eine belastbare Zahlenbasis schaffen. Hierin liegt der Zugang zum umweltbezogenen Controlling: Daten der betrieblichen Anlagen und Arbeitsabläufe werden erhoben, um die Umweltsituation zu bewerten und damit Grundlagen für betriebliche Entscheidungen über Optimierungsmaßnahmen oder Investitionen zu haben. Vorgehensweise Fangen Sie ihre Überlegungen am besten am Ende an, nämlich bei der für die Entscheidungsfindung gewünschten Aussage. Von dort aus kann dann nach vorne überlegt werden, welche Daten zu erheben sind, um diese Aussage zu erhalten. Andernfalls besteht die Gefahr, viel Zeit und Energie durch sinnlose Datenerfassung zu verlieren, ohne später die gewünschten Aussagen zu erhalten. Das Abarbeiten dieses Weges kann durch folgende Leitfragen beschrieben werden:
Abfallentsorgung BEISPIEL: Aus dem Vergleich von Jahresmengen zur Abfallentsorgung eine Aussage über die Effizienz der betrieblichen Abfallentsorgung zu erhalten, ist schwierig, da hier Einflussgrößen wie Auftragslage und Art der Baumaßnahme hineinspielen. Bezieht man die Abfallmengen pro Baumaßnahme dagegen auf Bezugsgrößen wie die geleisteten Arbeitsstunden oder die Auftragssumme, wird es leichter, Ausreißer herauszufinden, nach den Ursachen zu fragen und erforderlichenfalls gegenzusteuern. Wasserverbrauch BEISPIEL: Der Vergleich der Jahresbezugsmengen an Frischwasser für den gesamten Betrieb erlaubt beispielsweise keine Aussage über den Wasserverbrauch für die Reinigung von Werkzeugen und Geräten. Dazu müsste erst eine separate Verbrauchserfassung für die Wasseranschlüsse des Waschplatzes vorliegen. Dann erst kann die Effektivität neuer, wassersparender Geräte und ähnlicher Maßnahmen überprüft werden. Dokumentation Es lohnt sich, solche Überlegungen in einfacher Form zu dokumentieren, um sie später nachvollziehen zu können. Ansonsten besteht die Gefahr, dass beispielsweise die Datenaufbereitung fehlerhaft erfolgt oder aus Kennzahlen Schlüsse gezogen werden, die die Daten nicht hergeben. Letztlich dienen die erhobenen Daten und Informationen dazu, betriebliche Umweltziele zu formulieren und zu quantifizieren. Dies stellt die Grundlage dar, um Fortschritte nachvollziehbar zu dokumentieren und hilft bei der Darstellung der Erfolge gegenüber Dritten. Nachkalkulation Sinnvoll ist das Controlling umweltrelevanter Daten auch im Bereich der Nachkalkulation. Klassisches Beispiel sind die Entsorgungskosten: Nur die Kenntnis der Zahlen und deren Hintergründe liefert Erfahrungswerte für zukünftige Kalkulationen. Gleichzeitig gibt sie Hinweise auf Missstände in der praktischen Umsetzung und damit Ansatzpunkte für die Optimierung der betrieblichen Organisation, wie beispielsweise die Verbesserung der Abfalltrennung. Weitere Informationen erhalten Sie im Kapitel Energiekennzahlen. GlossarEntsorgungUnter Entsorgung von Abfällen wird sowohl die Beseitigung als auch die Verwertung von Abfällen verstanden.
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