Betrieblicher Umweltschutz in Baden-Württemberg
 
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Umweltrelevanz von Betriebsabläufen

Jeder Betrieb braucht und verbraucht Energie und Material. Die Betriebsabläufe, die dahinter stecken, haben daher zwangsläufig eine Relevanz für Umwelt und Gesundheit: Die Bauleistung selbst, das Freisetzen flüchtiger Stoffe bei Beschichtungsarbeiten oder der Spritverbrauch des Lieferwagens zeigen dies deutlich.
Um sich einen Überblick über die Umweltbeeinträchtigung der eigenen Produktion zu verschaffen, gibt es drei einfache Hilfestellungen:
  1. eine einfache schematische Darstellung über die Umweltbeeinträchtigung nach außen
  2. eine Input-Output-Betrachtung
  3. die prozessbezogene Darstellung (Stoffstrommanagement)
Der schematische Überblick

Beim Durchleuchten der Arbeitsabläufe hinsichtlich ihrer Umweltauswirkungen kann folgendes Schema helfen:
Grafik Umweltauswirkungen
Die Darstellung gilt für das Betriebsgebäude wie für die Baustelle. Sie zeigt konkret die unterschiedlichen Belastungen der Umwelt durch die Betriebstätigkeit und ermöglicht eine strukturierte Gesamtbeurteilung. Daraus kann der Betriebsleiter Prioritäten für sein Handeln ableiten.

Input/Output – Was reinkommt und rausgeht

Eine weitere Veranschaulichung der betrieblichen Umweltauswirkungen ist die Input-Output-Darstellung. Hier können Umweltauswirkungen auf eine Art und Weise schematisiert und auch beziffert werden, die sich stärker an den betrieblichen Abläufen orientiert.

Input-Output-Darstellung
Stoffstrommanagement


Eine immer wichtiger werdende Möglichkeit der Veranschaulichung von Arbeitsabläufen und Umweltauswirkungen ist die prozessbezogene Darstellung. Dort können Umweltauswirkungen oder auch Gesundheitsgefährdungen einzelnen Arbeitsschritten zugeordnet werden. Das Stoffstrommanagement legt offen, wo Prozessschritte kritisch sind und beobachtet oder kontrolliert werden müssen.

Handlungsmöglichkeiten


Nicht alles lässt sich direkt von Chef und Mitarbeitern beeinflussen. Es macht daher Sinn, die Umweltaspekte der Betriebstätigkeit in eine direkte und eine indirekte Kategorie einzuteilen.
Direkte Umweltaspekte betreffen die Tätigkeiten des Betriebs, deren Ablauf der Beschäftigte unmittelbar beeinflussen kann: etwa Abfall, Abwasser und Emissionen.

Indirekte Umweltaspekte umfassen Tätigkeiten, Produkte und Dienstleistungen eines Betriebes, deren Umweltauswirkungen nicht so einfach zu beeinflussen sind: beim Materialeinkauf (Energiebedarf bei der Herstellung, Art der Verpackung, Transportwege), bei der Tourenplanung (Zeitpunkt und Länge der Wege, Grad der Fahrzeugbeladung) und bei der späteren Nutzung von Produkten (Nutzerverhalten, Wartung/Instandhaltung, Entsorgung).

Bewerten der Umweltauswirkungen


Anhand dieser Vorgaben lassen sich nun die direkten betrieblichen Umweltauswirkungen ableiten. Für die Arbeitsabläufe ergeben sich oft mehrere Ansatzpunkte zum Gegensteuern. Es ist dann sinnvoll, Prioritäten zu setzen. Dabei gilt es, sich zu jeder Umweltauswirkung zu überlegen, wie wahrscheinlich diese ist und wie groß der Schaden sein kann. Bei diesen Überlegungen sollten sowohl der Normalbetrieb als auch denkbare Abweichungen bedacht werden.

TIPP: Eine einfache und kurze Dokumentation dieser Überlegungen hilft, diese Bewertung für Sie selbst und gegenüber Dritten auch nach längerer Zeit noch nachvollziehbar zu machen.
Kontrolle

Mit der Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen ist es empfehlenswert, ihre Wirksamkeit nachzuprüfen. Damit stellt der Betriebsleiter sicher, dass es mit dem Umweltschutz im Betrieb vorangeht. Ein bewährtes Instrument für ein solches Vorgehen ist der PDCA-Kreislauf. PDCA leitet sich ab von Plan – Do – Check – Act; auf Deutsch: Planen, Ausführen, Kontrollieren, Handeln.
PDCA-Kreislauf
BEISPIEL: Überlegungen zu den Umweltauswirkungen am Betriebsstandort haben ergeben, dass der im Hof aufgestellte Bauschuttcontainer halbjährlich geleert wird. Es ist aber nicht klar, ob die maximale Abfallmenge dann schon erreicht ist. Da sich dies stark auf die Entsorgungskosten auswirkt, wird als Maßnahme die Bedarfsentsorgung mit regelmäßiger Kontrolle der Abfallmenge durch eigenes Personal und dem Entsorgen erst kurz vor Erreichen der maximalen Abfallmenge vereinbart.
Weitere Informationen finden Sie in den Kapiteln EMAS und ISO 14001 sowie Materialeffizienz.

Glossar

Entsorgung
Unter Entsorgung von Abfällen wird sowohl die Beseitigung als auch die Verwertung von Abfällen verstanden.



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