Betrieblicher Umweltschutz in Baden-Württemberg
 
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Marketing

Für den betrieblichen Umweltschutz gilt ein einfaches Motto: Tue Gutes und rede darüber. Kleine und große Ideen zum Umweltschutz sind oft der Aufhänger, um sich gegenüber Kunden und Wettbewerbern positiv darzustellen.
Marketing
Quelle: Rainer Sturm / pixelio.de

Umweltschutz als Markenzeichen

Für den Kunden spielt Umweltschutz als Differenzierungsmerkmal eine wichtige Rolle: Wie setzt der Handwerker Umweltschutz im eigenen Betrieb um, wie agiert er auf der Baustelle und wie spiegeln sich Umweltschutzgedanken im Angebot wider? Meist sehen Kunden den vom Betrieb praktizierten Umweltschutz nur als Zusatznutzen, der gern „mitgenommen“ wird. Dennoch: Im hart umkämpften Markt kann das der ausschlaggebende Faktor sein.

Natürlich: Kunden prüfen zunächst, ob Preis und Leistung stimmen. Ist dies gegeben, kommen andere Kriterien zum Tragen – Umweltschutz wird hier meist als Erstes genannt.

Auch umgekehrt wird die Bedeutung des Umweltschutzes im betrieblichen Marketing deutlich: Kein Betrieb kann sich Negativschlagzeilen zum Umweltschutz leisten. Solch ein Imageschaden ist kaum mehr zu beheben.

TIPP: Denken Sie auch an das Marketing gegenüber den eigenen Mitarbeitern. Diese kommen im Privatbereich vielfach mit Umweltfragen in Berührung. Auch über diese Kontakte kann sich der Betrieb ein positives Image schaffen.
Marketingideen

Das betriebliche Umweltschutzengagement bietet die folgenden Ansätze für das Marketing:

Umweltleitlinien
Führen Sie betriebliche Umweltleitlinien ein: Diese stellen die Essenz des betrieblichen Umweltschutzes dar. Falls Anspruch und betriebliche Wirklichkeit übereinstimmen, sind sie ein sehr gutes Instrument zur „Motivation“ von Kunden und Mitarbeitern.

Öffentlichkeitsarbeit
Erwähnen Sie Ihre Umweltaktivitäten in der allgemeinen Öffentlichkeitsarbeit, beispielsweise auf der eigenen Website, in Firmenbroschüren und in Kundenmailings.

Informieren Sie Ihre Kunden durch Formulierungen wie: „Die Gerätereinigung wird bei uns ausschließlich im Betrieb vorgenommen. Dort kann sie effektiver und wassersparender erfolgen. Gleichzeitig schützen wir dadurch den Baugrund auf der Baustelle vor umweltschädigenden Verunreinigungen.“ Oder „Sämtliche Betriebsstoffe lagern wir so, dass der Boden sicher vor Verunreinigungen geschützt ist“, oder „Die Abfälle werden so getrennt und entsorgt, dass 85 Prozent recycelt werden können“.

Beratung

Abgabe von Angeboten
Durch die eigene Erfahrungen, Überzeugungskraft und Referenzen kann die eigene Kompetenz gut dargestellt und vergleichsweise stark auf die spätere Auftragsabwicklung Einfluss genommen werden. Ansatzpunkte sind etwa die Wahl von Dämmmaterialien und Beschichtungsstoffen, der Einsatz von Materialien mit neutral geprüften Umweltvorteilen.

Direkter Kundenkontakt
Beispielsweise bei Gesprächen im Rahmen der Auftragsklärung, der Angebotserstellung und Auftragsabwicklung. Fachwissen und Authentizität sind wichtig. Um so mehr, als Kunden ein umfangreiches Vorwissen mit einbringen und ein gutes Gespür für Kompetenz haben. Dies erfordert eine ständige Beschäftigung mit Weiterentwicklungen im Umweltschutz. Nutzen Sie dazu die Informationen von Herstellern, Fachverbänden, Newslettern.
Vorbildliche Arbeitskleidung
Mitarbeiter
Das Auftreten der Mitarbeiter auf der Baustelle ist ein unterschätzter Bereich für das betriebliche Umwelt-Marketing: Sauberkeit beim Arbeiten und auf der Baustelle, eine sichtbar gute Abfalltrennung und -entsorgung, Umweltschutz als Thema auf Fahrzeugen oder Firmenkleidung und die Kenntnisse der Mitarbeiter vor Ort zum betrieblichen Umweltschutz sind zentrale Punkte.

Referenzen
Referenzen durch Bauvorhaben mit besonderen Umweltaspekten: Dies sind aus Kundensicht oft wichtige „Beweise“ für Ihre Leistungsfähigkeit im Umweltschutz.

TIPP: Eine wirkungsvolle Referenz: Bitten Sie die Kunden nach Abschluss des Auftrags einen Erfahrungsbericht zu schreiben; beispielsweise anhand von Leitfragen wie: Was wurde gemacht? Wie ist die abgelieferte Leistung? Was wurde als besonders positiv empfunden? Die Referenzen gehören dann in Ihr nächstes Angebot.
Umweltnutzen für den Kunden

Im Umweltmarketing sollte darauf geachtet werden, dass es nicht nur um die Darstellung der eigenen Leistungen geht. Der Kundennutzen ist der Anker für das Geschäft: Er sollte in der Argumentation zur Umweltfreundlichkeit des eigenen Betriebes und der angebotenen Produkte/Dienstleistungen immer einbezogen werden. Der Betrieb hat dann Vorteile, wenn er auch im Bezug auf Umweltaspekte als Problemlöser für den Kunden agiert.

Das offensive Einbinden des betrieblichen Umweltschutzes in das Marketing hilft auch, Kosten besser und transparenter gegenüber dem Kunden darzustellen. Klassisches Beispiel hierfür ist die separate Ausweisung der Entsorgungskosten für die Baumaßnahme.

TIPP: Auch die Bauabnahme kann als Chance für das betriebliche Marketing genutzt werden. Nützliche Tipps für die Nutzung des Bauvorhabens und den Werterhalt der Bauleistung – auch als kleines Merkblatt mit Firmenlogo – steigern den Kundennutzen. Dies könnten beispielsweise Hinweise über die Pflege von Oberflächen sein oder im Falle einer energetischen Sanierung Tipps zum optimalen Lüften etc.

Glossar

Entsorgung
Unter Entsorgung von Abfällen wird sowohl die Beseitigung als auch die Verwertung von Abfällen verstanden.

Marketing
Marketing ist die marktorientierte Unternehmensführung zur Absatzförderung; auch als Unternehmensführung aus der Sicht des Kunden bezeichnet. Instrumente des Marketings sind: Marktforschung, Produkt- und Preispolitik, Werbung, Verkaufsförderung und Kundenbetreuung.



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