Betrieblicher Umweltschutz in Baden-Württemberg
 
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Stoff- und produktbezogene Regelungen

kaputte Kühlschränke
Quelle: Bundesumweltministerium
Das Abfallrecht umfasst eine Reihe spezifischer Regelungen, die sich auf besonders umweltrelevante Stoffe und Produkte beziehen. Bei den stoffbezogenen Regelungen geht es vor allem darum Umweltgefahren abzuwehren (z.B. bei PCB-haltigen Abfällen) und die Verwertung zu sichern (z.B. bei Altöl, Bioabfall und Altholz).

Die produktbezogenen Regelungen (z.B. Altfahrzeuge und Elekto(nik)altgeräte) beruhen auf der im KrWG festgeschriebenen Produktverantwortung und sollen die Wiederverwendung und Verwertung von Produktabfällen gewährleisten. Die Regelungen sind stark durch Vorgaben der EU geprägt.

Glossar

Abfall zur Verwertung
Nicht vermeidbare und nicht wiederverwendbare Abfälle sind umweltverträglich zu verwerten, wobei die stoffliche der energetischen Verwertung vorzuziehen ist. Vorrang hat immer im Einzelfall aber die umweltverträglichere Verwertungsart. In diesem Sinne wurde festgelegt, dass die energetische Verwertung der stofflichen Verwertung gleichwertig ist, wenn der Abfall einen Heizwert von mindestens 11.000 kJ/kg hat.
Unter stofflicher Verwertung versteht man die Substitution von Rohstoffen durch das Gewinnen von Stoffen aus Abfällen (Sekundärrohstoffe) oder die Nutzung der stofflichen Eigenschaften der Abfälle für den ursprünglichen Zweck bzw. für andere Zwecke.


KrWG
Gesetz zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und Sicherung der umweltverträglichen Bewirtschaftung von Abfällen (Kreislaufwirtschaftsgesetz - KrWG).

Den Gesetzestext finden Sie hier.



Polychlorierte Biphenyle (PCB)
Polychlorierte Biphenyle (PCB) gehören zur Gruppe der chlorierten Kohlenwasserstoffe. Es handelt sich um chemische Verbindungen, die wegen ihrer guten physikalischen und chemischen Eigenschaften (hohe Hitzebeständigkeit, geringe elektrische Leitfähigkeit, geringe Wasserlöslichkeit, gute Löslichkeit in Fett) in vielen Bereichen eingesetzt werden können, z.B. in Klebstoffen, Transformatoren oder in Hydraulikölen.

PCB sind aber gleichzeitig in hohem Maße umweltschädlich, da sie giftig und schwer abbaubar sind. Auf Grund ihrer Resistenz gegen biologischen Abbau und der guten Fettlöslichkeit reichern sie sich in der Nahrungskette an. Die Aufnahme von PCB kann zu Lidschwellungen, Chlorakne, Hautpigmentierung, Sehstörungen, Schwäche und Müdigkeit führen.

Es wird geschätzt, dass seit 1930 rund 23.000 Tonnen PCB umweltzugänglich, zum Beispiel in Klebstoffen, Farben, Schmier- oder Imprägniermitteln eingesetzt wurden und so zum Teil in die Umwelt gelangen konnten. Seit 1978 ist die Verwendung von PCB in diesen so genannten "offenen Systemen" verboten. In geschlossenen Systemen, in Transformatoren oder Kondensatoren, wurden die Stoffe jedoch weiter eingesetzt. Seit 1983 werden in Deutschland keine PCB mehr hergestellt, seit 1989 sind sie verboten.





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