Betrieblicher Umweltschutz in Baden-Württemberg
 
StartseiteSitemap Über unsKontaktNewsPartnerWichtige LinksVeranstaltungen    Notizzettel ImpressumDatenschutz Schmuckbild Rechts
 

Die Kfz-Werkstatt

In nahezu jedem Kfz-Betrieb ist eine Werkstatt vorhanden. Dieser Bereich hat die größten und komplexesten Umweltauswirkungen des Kfz-Betriebs. Die untenstehende Grafik veranschaulicht die verschiedenen umweltrelevanten Aspekte.

Stoff- und Energieflüsse in einer Kfz-Werkstatt
Quelle: DEKRA Umwelt GmbH

Abwasser

Ein Aspekt mit besonderer Bedeutung ist das Abwasser. Es kann unter anderem mit Benzin, Öl und Schwermetallen wie Kupfer, Blei, Nickel, Cadmium, Zinn und Zink belastet sein. Entsprechend sind Maßnahmen zur Abwasserbehandlung gesetzlich vorgeschrieben, es fallen auch erhebliche Abwassergebühren an.

Generell sollte angestrebt werden, die Werkstatt abflussfrei zu führen und trocken zu reinigen. Andernfalls sollte geprüft werden, ob das Waschwasser bzw. das Reinigungsmittel im Kreislauf geführt und aufbereitet werden kann. Damit können erhebliche Einsparungen bei den Abwassergebühren erzielt werden. - Interessante praktische Tipps zum Thema umweltschonende KfZ-Werkstatt, Waschanlagen und Kosteneinsparmöglichkeiten finden Sie beispielsweise beim Autohaus Ernst.

Für größere abflussfreie Werkstätten bieten sich Reinigungsgeräte an, die das Wasser im Kreislauf fahren. Ansonsten werden die Bodenflächen erst trocken gereinigt, dann wird mit einem Hochdruckreiniger nachgearbeitet. Mit einem Gummischieber wird das Wasser in einer
Entwässerungsrinne gesammelt. Da es sich um geringe Mengen handelt, kann es dort einfach verdunsten; die Rinne kann dann nach Bedarf trocken von den Rückständen gereinigt werden.

Wird Abwasser in die Kanalisation geleitet, so muss eine Vorbehandlung mit Schlammfang und Leichtflüssigkeitsabscheider erfolgen. Die Grenzwerte der kommunalen Abwassersatzung müssen eingehalten werden, was eventuell nur durch weitere Einrichtungen wie Koaleszenz-Abscheider, Emulsionsspaltanlage oder Ultrafiltration gelingt. Zu beachten ist auch, dass auf Grundlage des Wasserhaushaltsgesetzes WHG (§ 58) und des Anhangs 49 der Abwassserverordnung  AbwV eine besondere Genehmigung erforderlich werden kann. Dies ist der Fall, wenn bei der Entkonservierung, Reinigung, Instandhaltung, Instandsetzung oder Verwertung von Fahrzeugen und Fahrzeugteilen regelmäßig mineralölhaltiges Abwasser anfällt und dieses in die öffentliche Kanalisation eingeleitet wird. Näheres zu wasserrechtlichen Genehmigungserfordernissen kann unter Rechtsgrundlagen > Gewässerschutz > Aufbau und Struktur > Genehmigung nachgelesen werden.

Schlammfang und Benzinabscheider müssen regelmäßig geleert werden. Beim Abscheider muss zudem eine regelmäßige Dichtigkeitsprüfung nach DIN 1999-101 durchgeführt werden. Informationen dazu finden Sie unter Spezielle Umweltbereiche > Abwasser > Abwasserbehandlungsanlagen > Dichtigkeitsprüfung.

Energiesparen

Im Bereich Wichtig für allen Branchen > Energieeffizienz > Einsparmöglichkeiten erhalten Sie Tipps zum Energie- und Kostensparen u.a. bei der Nutzung von Druckluft, Beleuchtung und Heizung.

Glossar

AbwV
Verordnung über Anforderungen an das Einleiten von Abwasser in Gewässer (Abwasserverordnung - AbwV).
Den Verordnungstext finden Sie hier.


Anhang 49
Dieser Anhang gilt für Abwasser, dessen Schadstofffracht im Wesentlichen aus Betriebsstätten stammt, in denen bei der Entkonservierung, Reinigung, Instandhaltung, Instandsetzung sowie Verwertung von Fahrzeugen und Fahrzeugteilen regelmäßig mineralölhaltiges Abwasser anfällt.
Den Verordungstext des Anhang 49 finden Sie hier.


WHG
Gesetz zur Ordnung des Wasserhaushalts (Wasserhaushaltsgesetz - WHG)
Den Gesetzestext finden Sie hier




Wie beurteilen Sie diesen Artikel?      hilfreich    
                    
  weniger hilfreich

Grafik Druck  Drucken       Grafik Notiz  Zum Notizzettel hinzufügen       Grafik Linkbox  Kommentare schreiben       Grafik Linkbox  Kommentare lesen (0)
 
 
Kommentare
Beispiele aus der Praxis
Links
Literatur
Adressen