Betrieblicher Umweltschutz in Baden-Württemberg
 
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Energiesparen

Kraftwerk
Quelle: www.pixelquelle.de

Auf den folgenden Seiten werden die technischen Möglichkeiten aufgezeigt, mit denen Energie bei produzierenden Unternehmen eingespart werden kann.

Zahlreiche Untersuchungen und Einzelberatungen haben gezeigt, dass im Bereich der Produktion in vielen Fällen hohe und finanziell lukrative Einsparmöglichkeiten vorhanden sind. Vor allem in zahlreichen mittelständischen Betrieben wurden bisher keine oder nur oberflächliche Untersuchungen der Energieeffizienz durchgeführt, die Kosteneinsparpotenziale sind i. a. hoch.

Auf den folgenden Seiten werden insbesondere die Bereiche (Eigen-) Energieerzeugung, Druckluft, Antriebstechnik, Haustechnik und Büro vertiefend dargestellt. Die Informationen zu organisatorischen Maßnahmen und zum Energiemanagement sind in einem separaten Abschnitt zusammengefasst. Branchenspezifische Informationen zu Energieeffizienz mit sehr unterschiedlichen Schwerpunkten finden Sie vor allem

Energiespartipps - Hinweise für den schnellen Leser

Der Energieverbrauch im Unternehmen kann letztendlich nur auf der Grundlage einer jeweils individuellen Analyse optimiert werden. Diese Schnellübersicht ersetzt nicht die Informationen, die auf den branchenspezifischen und den folgenden Seiten bereitgestellt werden. Es lassen sich eine Reihe  allgemeiner Energiesparregeln für die Versorgungs- und Produktionstechniken eines Unternehmens aufstellen.

Maßnahmen in der Planungsphase

  • Bei Neuanlagen sollten die Energie(betriebs-)kosten in die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung einbeziehen. Um die Wirtschaftlichkeit neuer Anlagen zu beurteilen, sollten alle über die Lebensdauer anfallenden Kosten berücksichtigt werden (Kapitalkosten, Kosten für Energieträger und Hilfsstoffe, Bedienungs- und Wartungskosten, sonstige Kosten)
  • Wirtschaftlichkeit alter Anlagen prüfen. Neue Anlagen amortisieren sich oft über Energieeinsparungen.
  • Auswahl energieeffizienter Systemkomponenten. Insbesondere bei Anlagen mit langen Laufzeiten und hohem Energieumsatz amortisieren sich teurere Einzelkomponenten mit höheren Wirkungsgraden oft kurzfristig. Beispiele hierfür sind die Transformatoren in den Umspannstationen mittelspannungsversorgter Betriebe, Motoren im Dauerbetrieb, Druckluftkompressoren oder Ventilatoren raumlufttechnischer Anlagen.
  • Auswahl energieoptimaler Systeme. Beispiel: Elektroantriebe mit Getriebe erreichen einen Wirkungsgrad von 50 % bis 90 %; Hydraulikantriebe von bis zu 50 % und Pneumatikantriebe von nur noch bis zu 5 %.
  • Richtige Auslegung des Systems. Überdimensionierte Komponenten sind teurer, arbeiten mit geringerem Wirkungsgrad und sind schlechter regelbar. Bei der Auslegung von Lüftungsanlagen ist insbesondere die Dimensionierung zu beachten, zu hohe Fördermengen treiben die Betriebskosten dauerhaft in die Höhe. 

Technische Maßnahmen

  • Bedarfsanpassung durch geeignete Steuerungs- und Regelungseinrichtungen, z.B. bedarf ein per Drehzahlregelung auf 80 % reduzierter Volumenstrom einer raumlufttechnischen Anlage nur noch 50 % der Antriebsleistung, während ein im gleichen Maße durch Drosselklappen reduzierter Volumenstrom noch etwa 90 % der ursprünglichen Antriebsleistung erfordert.
  • Periodische Inspektion, Reinigung, Wartung und ggf. Instandsetzung der Anlagen. Der richtige Unterhalt der Anlagen erhöht deren Verfügbarkeit und Lebensdauer und erhält ihre Energieeffizienz.
  • Eine Verbesserung des Wärmeschutzes der Gebäudehülle erweist sich meist dann als wirtschaftlich, wenn ohnehin Erneuerungsmaßnahmen anstehen oder Neubauten geplant sind.
  • In Produktions- und Lagerhallen ergeben sich aufgrund undichter Wandkonstruktionen (z.B. alte kittlose Fenster) und offener Hallentore unkontrollierte hohe Lüftungswärmeverluste. Die Undichtigkeiten sollten beseitigt werden. Es sollten automatische Roll- oder Schiebetore mit vorgesetzten Luftschleusen eingesetzt werden. Auf eine aktive Kühlung von Produktionshallen im Sommer sollte in jedem Falle verzichtet werden.

Organisatorische Maßnahmen

  • Mitarbeiter zum sparsamen Energieeinsatz anleiten. Nur gut informierte und motivierte Mitarbeiter nutzen die betrieblichen Einrichtungen energiesparend. Daher sind regelmäßige Informationsveranstaltungen z.B. im Rahmen von Mitarbeiterbesprechungen und Betriebsversammlungen durchzuführen und schriftliche Informationen in Rahmen des Umweltmanagements bereitzustellen
  • Im Winter gekippte Fenster oder offene Türen zwischen beheizten Arbeits- und unbeheizten Lagerräumen oder unnötig laufende Geräte, Öfen, Motoren sind in den meisten Betrieben keine Seltenheit.
  • Die Wärmebereitstellung und die Luftförderung sollten örtlich und zeitlich dem Bedarf angepasst und außerhalb der Betriebszeiten abgesenkt oder abgeschaltet werden. Bei einer Raumtemperatur von 20 °C führt eine dauerhafte Temperaturverminderung um 1 °C zu einer Energieeinsparung von 5 %. Adaptiv-Optimierer passen die Wärmeerzeugung (Ein-, Ausschaltzeitpunkte und Absenkungen) selbsttätig dem zeitlichen Verlauf des Wärmebedarfs an.

Im mittelständischen Bereich ist es sinnvoll auf externen Sachverstand zur Durchführung der Analyse und der Maßnahmenplanung zurückzugreifen. Teilweise wird der Energiecheck auch öffentlich gefördert. Nähere Informationen erhalten Sie bei den Handwerks- und Industrie- und Handelskammern. Adressen der Berater können bei der Ingenieurkammer recherchiert werden.

In Deutschlands erster Lernfabrik für Energieproduktivität (LEP) von McKinsey und der Technischen Universität München haben Industrieunternehmen die Möglichkeit, zu lernen, wie sie ihre Energiekosten um bis zu 30 Prozent senken und so ihren CO2- Ausstoß deutlich reduzieren zu können.



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Letzter Kommentar von Wilfried Breuer:
Niedrigtemperaturreiniger – die Antwort auf steigende Energiekosten

Der weltweite Hunger nach Energie hat die Preise kräftig ansteigen lassen. Die Kosten drücken auf die Endprodukte. Besonders für energieintensive Branchen ist dieser Umstand zu einer außerordentlichen Belastung geworden.

Energiesparen ist also das Gebot der Stunde: In der metallverarbeitenden Industrie ist z.B. die Metallreinigung ein unverzichtbarer Bestandteil der Fertigung. Hier gibt es ungeahnte Möglichkeiten die Kosten zu senken

Die Metallreinigung ist auch heute noch vielfach mit einem zu hohen Energieaufwand verbunden. Sowohl bei der Spritzreinigung, als auch bei der Tauchreinigung empfinden wir Badtemperaturen von 60 bis 70°C und sogar noch darüber als völlig normal. Die Kosten für diese Heißreinigung sind enorm, lassen sich jedoch durchaus drastisch reduzieren.
Moderne Tensidkombinationen machen selbst bei der Tauchreinigung Arbeitstemperaturen von 20°C möglich. Sowohl Trommel- als auch Gestellware kann mit diesen alkalischen oder neutralen Reinigern vorbehandelt werden. Die Entfernung von Pigmentverschmutzungen auf der Substratoberfläche, wie auch die Entfettung erreichen eine erstaunliche Qualitätsstufe.
Bei der Tauchreinigung ist lediglich eine Einsatzkonzentration von 4 bis 5% erforderlich, wogegen bei der Spritzreinigung in der Regel eine Einsatzkonzentration von 2 – 3% beste Ergebnisse zeigt.
Viele dieser neuen Niedrigtemperatur-Reiniger sind inzwischen bei zahlreichen Anwendern der metallverarbeitenden Industrie erfolgreich im Einsatz. Sie helfen mit, die Energiekosten bei der Metallreinigung zu senken.

Weitere Informationen erhalten Sie bei :
metallreiniger.de

W. Breuer
Am Hügel 24
50169 Kerpen
Mobil: 01520 – 1666 121
E-mail: ub@metallreiniger.de
Home: www.metallreiniger.de

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