Stoffstromanalyse-Software-Werkzeuge bieten inzwischen auch die Möglichkeit den Kostenfluss in der Produktionskette prozessscharf abzubilden, indem den einzelnen Materialströmen die jeweils spezifischen Kosten zugeordnet werden. Damit ergibt sich die Möglichkeit ökologische und ökonomische Aspekte gemeinsam (integriert) zu betrachten.
Neben den reinen Materialkosten können bei der Ressourcenkostenrechnung auch die Maschinenkosten, die Arbeitskosten und die Gemeinkosten abgebildet werden, sodass für jeden Prozess eine vollständige Kostenbetrachtung möglich wird.
Grafik: Zuordnung von Kosten zu Prozessen
Quelle: ABAG-itm, 2004
Kostenflüsse werden in Stoffstromanalysetools analog zu den Materialflüssen behandelt, sodass grundsätzlich auch eine Visualisierung der Kostenströme in Form eines Sankey-Diagramms möglich ist.
Grafik: Beispiel Kostenfluss Sankey-Darstellung (Umberto)
Quelle: LUBW, 2002
Weiterhin besteht die Möglichkeit, die Kostenstruktur einzelner Fertigungsschritte in tabellarischer Form darzustellen, oder die einzelnen Kostenverursacher in Form eines Diagramms auszuwerten.
Grafik: Prozessbezogene Kosten in einer Druckerei
Quelle: LUBW, Stoffströme in Druckereien optimieren, 2003
An diesem Beispiel aus einer Druckerei zeigt sich, dass Kostenaufwand und Mengenverluste nicht unbedingt korrelieren müssen.