Betrieblicher Umweltschutz in Baden-Württemberg
 
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Planung Absaugbedarf

Durch die Absaugung an den Maschinen sollen Staub und Späne ausreichend erfasst und zum Lagerort transportiert werden. Dazu bedarf es zweier Prinzipien:
  1. Strömungstechnisch optimal gestaltete Erfassungselemente an der Entstehungsstelle der Späne in der Maschine
  2. Mindestluftvolumen zu deren Transport von der Maschine in das Spänelager

BG-Prüfzertifikat für holzstaubgeprüfte MaschinenNeue holzverarbeitende Maschinen werden darauf getestet, ob sie eine ausreichende Späne- und Stauberfassung gewährleisten. Sie erhalten bei erfolgreichem Abschneiden das links aufgeführte Prüfzertifikat. Eine Liste aller aktuell geprüften Maschinen kann auf den Internetseiten der Holz-Berufsfenossenschaft (HBG) eingesehen werden.

Auch ältere Maschinen können nachträglich im Hinblick auf die Späneerfassung optimiert werden. Dazu wurden in verschiedenen Projekten für die einzelnen Maschinen Vorschläge erarbeitet und getestet. Die Informationsschrift der HBG BGI 739 "Holzstaub" listet für fast alle Maschinentypen auf, wie eine ausreichende Staub- und Späneerfassung erzielt werden kann.

Bei komplexeren und größeren Maschinen können derartige Musterprüfungen oft nicht durchgeführt werden. Hier muss der Maschinenhersteller klar vorgeben, mit welchem Luftvolumen der Luftgrenzwert von 2 mg/m³ für Holzstaub sicher eingehalten wird. Aus energetischen Gründen ist dabei von einer Luftgeschwindigkeit im Absaugrohr an der Maschine von max. 22 m/s auszugehen.


Absaugbedarf je Maschine

Die Planung einer Maschinenabsaugung beginnt damit, die Verbraucher - sprich: die Maschinen - detailliert zu erfassen. Für jede Maschine muss

  1. der genaue Standort festgelegt werden,
  2. das erforderliche Absaugvolumen
  3. und der Anschlusswiderstand bekannt sein.

Der Anschlusswiderstand ergibt sich aus der Konstruktion der Maschine und der Luftgeschwindigkeit in den Erfassungselementen. Soweit er nicht aus den Unterlagen hervorgeht, muss ihn der Maschinenlieferant benennen können.

Aus diesen Daten können dann verschiedene Absaugkonzeptionen ermittelt und bewertet werden. Die folgende Tabelle listet für typische Holzverarbeitungsmaschinen in einer Schreinerei Durchschnittsdaten auf.

Tabelle: Absaugbedarf je Maschine
Absaugbedarf je Maschine
Quelle: Holz-BG, BGI 739 "Holzstaub"

Dabei wurde eine Luftgeschwindigkeit von 20 m/s im Anschlussrohr zu der jeweiligen Maschine zugrunde gelegt. Bei größeren Maschinen mit mehreren Anschlüssen müssen die Vorgaben maschinenspezifisch in Abhängigkeit von Anzahl und Durchmesser der erforderlichen Absauganschlüsse ermittelt werden.

Für die Abnahme einer Absauganlage gelten grundlegende Vorgaben, anhand denen eine ausreichende Wirksamkeit zu überprüfen ist. Diese VOrlagen sollten Vertragsbestandteil bei einer Bestellung werden.

Übersicht über die Vorgaben (doc, 28 KB)

Die Luftgeschwindigkeit an den Maschinen kann mit einem Flügelradanemometer geprüft werden. Näheres dazu findet sich auf der Seite Schreiner > Betriebsplanung > Maschinenabsaugung > Holzstaub.



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