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DruckluftversorgungDie betriebliche Druckluftversorgung ist energie- und lärmintensiv. Aufgrund der geringen Energieeffizienz (90 - 95 % Abwärme) ist Druckluft eine sehr kostspielige Energieform, die nur dort eingesetzt werden sollte, wo sie technologisch erforderlich ist. Gleichwohl kann keine Schreinerei heute mehr ohne Druckluft auskommen. Ein ausreichend dimensionierter Kompressor gehört inzwischen zur Standardausrüstung.Kompressoren sollen im Interesse einer möglichst langen Lebensdauer an einem staubfreien, trockenen und kühlen Platz aufgestellt werden. Da diese Voraussetzungen in der Werkstatt selbst meist nicht gegeben sind, empfiehlt sich die Unterbringen in einem separaten Raum. Damit wird gleichzeitig auch eine wirksame Abschirmung des vom Kompressor erzeugten Lärms erreicht. Bei der Ausführung des Kompressorraumes ist auf eine ausreichende Frischluftzufuhr und Wärmeableitung sowie auf gute Zugänglichkeit für Wartungsarbeiten und Prüfungen zu achten.
Der Werkstattbetrieb einer Schreinerei erfordert einen sehr wechselhaften Druckluftbedarf. Ein Kolbenkompressor ist in aller Regel die richtige Wahl. Ein Schraubenkompressor empfiehlt sich erst ab einem kontinuierlichen Mindestverbrauch von 400 l/min. Die Luft, die ein Kompressor ansaugt und verdichtet, enthält Wasserdampf, der durch die Verdichtung als Kondensat ausfällt. Deshalb ist ein Drucklufttrockner sinnvoll, um das Kondensat wirksam abzuscheiden. Dies verbessert die gesamte Lebensdauer des Leitungssystems. Das abgelassene Kondensat enthält Ölbestandteile aus dem Kompressor. Es muss aufgefangen und als Abfall entsorgt werden. Eine Ableitung in die Kanalisation ist nur erlaubt, wenn das Kondensat zuvor durch ein geeignetes Öl-Wasser-Trenngerät behandelt wird. Wenn das eingesetzte Gerät eine Bauartzulassung hat, ist lediglich eine Anzeige bei der Wasserbehörde erforderlich. Anderenfalls ist eine Genehmigung notwendig. Moderne Geräte haben den Trockner mit einem Öl-Wasser-Abscheider in sehr kompakter Form integriert. Dimensionierung des Druckluftkompressors Für die Dimensionierung eines Kompressors ist die Zahl der gleichzeitigen Anwender abzuschätzen. Eine Reserve von 30 - 40 % spwie typische Leckageverluste von 25 - 30 % sollten hinzu addiert werden. Der Verdichter mit seinem jeweiligen Wirkungsgrad muss die sich daraus ergebende effektive Liefermenge bereitstellen können. Tabelle: Druckluftverbrauch von technischen Einrichtungen im Schreinerhandwerk Näheres zur Planung von Druckluftanlagen und der Druckluftverteilung findet sich auf der Seite Wichtig für alle Branchen > Energieeffizienz > Einsparmöglichkeiten > Druckluft. Energieoptimierung Ein großes Problem bei der Druckluftversorgung stellen die Leckagen dar. Insbesondere die Kupplungen und Ventile nutzen sich ab und "verbrauchen" ohne Nutzen teure Energie. Auch undichte Leitungen wirken sich hier aus und können bis zu 40 % der gesamten Leistung eines Kompressors verbrauchen. Tabelle: Kosten für Undichtigkeiten im Druckluftnetz Die Leckagen treten überwiegend an den Übergängen zwischen Druckluftleitung und Maschinen bzw. Blaspistole auf. Wenn man zischen hört, ist das Loch bereits schon sehr groß. Mit Hilfe von hochfrequenten Hörgeräten kann man gezielt nach Leckagen suchen! Weitere Empfehlungen zur Minimierung von Leckagen:
Weitere Möglichkeiten der Energieoptimierung von Druckluftanlagen:
Möglichkeit der Abwärmenutzung bei Kompressoren Drehzahlgesteuerte Kompressoren Jeder Schraubenkompressor hat neben seinem Lastbetrieb einen sogenannten Leerbetrieb. Der Leerbetrieb dient dem Nachlaufen des Kompressors, um den Motor zu schonen. Hierbei werden ca. 25 Prozent der Nennleistung aufgenommen - ohne dass Druckluftenergie erzeugt wird. Ein hoher Lastanteil weist einen effektiven Kompressor aus. Wenn der Lastanteil unter 70 % der Nutzungszeit fällt, ist er nicht optimal ausgelastet und die Anteile für den Leeerlauf nehmen zu. Bei drehzahlgesteuerten Kompressoren kann die Last in einem Leistungsbereich dem aktuellen Bedarf angepasst werden. Dies erhöht denLastanteil deutlich und der Kompressor erzeugt wirtschaftlicher die teuere Druckluftenergie. Dadurch können bis zu 15 % des Strombedarfs des Kompressors eingespart werden. Überwachungspflichten Die Druckluft wird in einem Druckbehälter gepuffert, um die Druckschwankungen im Netz auszugleichen. Diese Druckbehälter werden typischerweise mit einem Druck von 10 - 12 bar belastet und weisen je nach Druckluftbedarf ein Volumen von 150 bis 1000 Liter auf. Bei ungenügender Dichtheit besteht der Gefahr einer Druckexplosion. Deshalb müssen sie regelmäßig sicherheitstechnisch überwacht werden. Grundsätzlich gelten für den Betrieb von Druckbehältern folgende Vorgaben:
GlossarCE-KonformitätskennzeichnungDie CE-Kennzeichnung wurde vorrangig für die Marktüberwachung geschaffen. Sie soll dem Endverbraucher im freien Warenverkehr innerhalb der Europäischen Gemeinschaft sichere Produkte gewährleisten. „CE“ steht für Communauté Européenne, also Europäische Gemeinschaft. EG-Richtlinien legen für zahlreiche Produkte konkrete Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen als Mindestanforderungen fest. Mit der CE-Kennzeichnung bestätigt der Hersteller lediglich die Übereinstimmung des Produktes mit diesen EG-Richtlinien und die Einhaltung der darin festgelegten „wesentlichen Anforderungen“. Eine Prüfung durch unabhängige Prüfstellen muss meistens nicht stattfinden. Wenn ein Hersteller außerhalb der EU dieser Bestätigungspflicht nicht nachgekommen ist, muss dessen Beauftragter in der EU, der Importeur oder derjenige, der das Produkt in den Handel bringt, das Zeichen anbringen und rechtlich dafür gerade stehen.
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