Betrieblicher Umweltschutz in Baden-Württemberg
 
StartseiteSitemap Über unsKontaktNewsPartnerWichtige LinksVeranstaltungen    Notizzettel [1] ImpressumDatenschutz Schmuckbild Rechts
 

Luftrückführung der Maschinenabsaugung

Sofern die Filteranlage im Arbeitsraum steht, wird die abgesaugte Luft immer in den Raum zurückgeführt. Aufgrund der gesundheitlichen Gefährdungen des Holzstaubes werden an die Filterreinigung besondere Anforderungen gestellt.

Bild: Prüfzeichen H2 
Prüfzeichen H2

 

Bei Entstaubern sollten nur Geräte zum Einsatz kommen, die das Prüfzeichen H2 tragen und damit gewährleisten, dass der Reststaubgehalt von 0,2 mg/m³ sicher eingehalten wird.

Bei Altgeräten haben umfangreiche Messungen ergeben, dass von einer ausreichenden Reinigung ausgegangen werden kann, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:

  1. das Filtermaterial ist unbeschädigt
  2. die Staub- und Sammeleinrichtung ist dicht und fest geschlossen
  3. der Luftvolumenstrom nicht mehr als 6 000 m³/h

Für kleinere Anlagen im Außenbereich ist der Aufwand für die Luftrückführung meistens zu groß. Zwar gehen erhebliche Luftmengen durch eine Absaugung nach außen verloren und müssen nachgeheizt werden Allerdings stehen dem gerade in kleineren Betrieben die verhältnismäßig geringen Nutzungszeiten gegenüber.

Die Anforderungen an eine Luftrückführung lassen sich folgt beschreiben:

  • Prüfzeichen H3 (sichere Einhaltung eines Reststaubgehaltes von 0,1 mg/m³)
  • Zwei 90°- Umlenkungen in der Rückleitung vor Eintritt in das Gebäude mit Druckentlastungsflächen an der Umlenkung
  • Umschaltklappe Rückluft/Abluft

Bild: Luftrückführung
Luftrückführung
Quelle: Holz-BG, BGI "Holzstaub", S. 15


Größere Anlagen

Anlagen mit einer Luftrückführung von Luftmengen größer 10.000 m³/h sind entsprechend den Vorgaben der DIN EN 12779 weitere Vorgaben einzuhalten:

  • Staubgehalt weniger als 0,3 mg/m³ (einzelner Auslass)
  • bzw. weniger als 0,2 mg/m³ (Summe aller Auslässe)

Diese Grenzwerte müssen bei diesen Anlagen im Falle einer Luftrückführung ständig überwacht werden. Zumeist erfolgt dies durch optische Sensoren, die eine hohe Genauigkeit aufweisen und schnell reagieren können. Die Anlagen können auch bei Bedarf nachgerüstet werden.


Energieeinsparung

Die Energieeinsparung durch die Luftrückführung ist erheblich. Hier wird in kurzer Zeit erhebliche Luftmengen aus der Werkstatt in den Außenbereich abgeleitet. Bei angenommenen 10.000 m³/h Abluft ergeben sich ca. folgende Energiemengen:

  • Wärmemenge 40.000 kWh/Jahr
  • Wärmeleistung ca. 80 kW

Die Auslegung der Heizungsanlage muss bei einem Abluftbetrieb entsprechend der Größe der Absauganlage erheblich angepasst werden, um ausreichend Wärme kurzfristig zur Verfügung stellen zu können. Hinzu kommt gerade bei neueren Gebäude eine erhöhe Dichtheit der Gebäudehülle. Wenn in diesen Räumen größere Luftmengen abgesaugt werden, entsteht in erheblichen Umfang Zugluft gerade im Bereich der Türen und Tore.

Bild: Luftrückführung mit geeigneten Zu- und Ablufteinrichtungen
Luftrückführung

Der Rückluftkanal sollte die in die Werkstatt eingeleitete Luft nicht direkt in den Arbeitsbereich eines Mitarbeiters blasen, sondern möglichst schräg in den Raum oder zur Decke leiten.

Bei größerer Nutzung und Absaugvolumen ist eine Luftrückführung eine energetisch sinnvolle Sache, um Heizenergie einzusparen. Dies hängt aber auch davon ab, wie der Betrieb seine Wärmeenergie erzeugt. Wenn er mit Öl oder Gas heizt oder die verfügbaren Resthölzer zur Verbrennung regelmäßig knapp sind, wird eine Investition sich eher rechnen, als wenn ausreichend Spänevolumen vorhanden ist.

Informationen zur Abwärmenutzung erhalten Sie unter Wichtig für alle Branchen > Energieeffizienz > Einsparmöglichkeiten > Lüftung, Klima.



Wie beurteilen Sie diesen Artikel?      hilfreich    
                    
  weniger hilfreich

Grafik Druck  Drucken       Grafik Notiz  Zum Notizzettel hinzufügen       Grafik Linkbox  Kommentare schreiben       Grafik Linkbox  Kommentare lesen (0)
 
 
Kommentare
Links
Literatur
Adressen