Betrieblicher Umweltschutz in Baden-Württemberg
 
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Kooperation

Kooperation auf der Baustelle ist ein wesentlich Faktor für nachhaltiges Bauen. Doch leider arbeiten beim Bauablauf die verschiedenen Gewerke oft gegeneinander. Jedes Gewerk muss sich aufgrund der Preissituation allein an seiner eigenen Wirtschaftlichkeit orientieren. Das Zusammenspiel der Gewerke gerät dabei ins Hintertreffen. Sichtbar wird dies in der Praxis vor allem an den Anschlussstellen zwischen den Leistungen der einzelnen Baugewerke (z.B. Dehnungsfugen in Estrich und Parkett, die wiederum der Türenplanung entsprechen müssen oder Trennfugen, die eine Schallübertragung verhindern sollen). An ihnen wird schnell sichtbar, dass erst durch eine gute Zusammenarbeit ein nachhaltiges Bauen möglich ist.

Durch eine gute Kooperation am Bau ergeben sich folgende Vorteile:

  • Eine verbesserte inhaltliche und terminliche Abstimmung verringert unnötige Fahrten und vermeidet Missverständnisse auf der Baustelle, die zu Baufehlern führen können.
  • Ökologische Standards können gewerkeübergreifend geplant werden.
  • Bessere Ausnutzung von teuren Abbundanlagen
  • Eine gute fachliche Zusammenarbeit gewährleistet eine hohe Lebensdauer der Bauteile.
  • Kooperationen können das Leistungsspektrum erweitern und darüber hinaus helfen, eigene Kompetenzen auszubauen.
  • Gemeinsam ergibt sich für die Kooperationspartner Zugang zu Kundensegmenten, die alleine nicht erreicht werden.
  • Auch größere Aufträge können termingerecht abgewickelt, personelle Engpässe ausgeglichen und Überkapazitäten abgebaut werden.
  • Gemeinsame Werbung und Marketing sind einfacher und wirkungsvoller zu organisieren.

Kooperationsformen

Kooperationen im Handwerk können schon durch einfache mündliche Absprachen entstehen, die auf eine lockere Zusammenarbeit abzielen. In dieser Form ergeben sich in der Praxis häufig Kooperationen. Sie basieren auf Vertrauen, das aus guter Zusammenarbeit entsteht. Sie sind einfach zu bilden und benötigen keinen aufwändigen Organisationsapparat. Gegenseitige bedarfsgerechte Unterstützung hilft Terminspitzen und Nachfrageflauten auszugleichen.

Andererseits sind solch lose Kooperationen in der Kundenansprache beschränkt. Die konkrete Koordination über mehrere Gewerke ist auf ihrer Basis meist nicht möglich.

Zu den verbindlicheren Formen der Kooperation zählen Unternehmen, die auf der Grundlage einer schriftlichen Vereinbarung geschäftliche Aufgaben gemeinsam wahrnehmen, dabei aber juristisch und wirtschaftlich selbständig bleiben. Es ergeben sich Möglichkeiten, größere Projekte gemeinsam abzuwickeln. Die Kundenansprache kann effektiver und vielfältiger erfolgen. Durch die engere finanzielle Verflechtung sind jedoch die finanziellen Risiken meist deutlich höher.

Kooperationen leben von den Stärken ihrer Mitglieder - deshalb ist nur der Betrieb für Kooperationen geeignet, der seine Stärken kennt und weiß, wo er besser ist als die anderen.

Für die Bildung von verbindlicheren Kooperationen hat es sich bewährt, einen Fachberater z.B. aus den Handwerkskammern hinzuzuziehen, der den Prozess der Kooperationsgründung begleiten und rechtliche Hilfestellungen geben kann.

Auch über den Verband können sich Betriebe nach möglichen Kooperationspartnern erkundigen, um Formen der Zusammenarbeit innerhalb des Gewerks zu etablieren.

Kooperationsbeispiele

Logo der Handwerkerkoooperation Haus-Fach-Gerecht

Haus.Fach.Gerecht HFG

Haus- Fach-Gerecht plant, koordiniert, und führt praktisch alle Arbeiten rund ums Haus aus. Die Kooperation besteht aus 10 Handwerksunternehmen, die den gesamten Bereich Bauen und Renovieren anbieten. Sie bieten dem Kunden drei Varianten der Zusammenarbeit an:

BauService Paket "Tip"
Hier werden dem Kunden einige Grundinformationen gegeben und die Kooperation vermittelt an die Partnerbetriebe, die selbständig mit dem Kunden Verträge abschließen.

BauComfort Paket "Top"
Hier übernimmt einer der Handwerksmeister die zentrale Koordination aller Beteiligten und steht dem Kunden als Ansprechpartner zur Verfügung. Der Kunde hat mit der HFG nur einen zentralen Vertragspartner.

BauComfort Plus Paket "Vip"
Hier wird gegenüber der Variatne Top noch ein Architekt mit einbezogen, der die gestalterische Planung übernimmt.


Logo der Kooperation Hand-in-Handwerker

Hand-in-Handwerker

Die Hand-in-Handwerker sind ein bundesweites gewerkeübergreifende Kooperationskonzept, dass in vielen Regionen eigene Ableger gegründet hat. Die Kooperation ist gekennzeichnet durch

  • Gewerkeübergreifende Abwicklung von kompletten Häusern und Ausbauten
  • Ein zentraler Ansprechpartner für den Kunden, der häufig als Architekt die Partner koordiniert
  • Der Kunde erhält ein Festpreisangebot, die Detailabwicklung erfolgt dann über die Partner
  • Die abgestimmte Terminplanung ermöglicht eine gute und schnelle Zusammenarbeit der Gewerke.

Logo des Qualitätsverbundes DachKomplett

Qualitätsverbund DachKomplett

Der Qualitätsverbund hat sich auf die Abwicklung von Baumaßnahmen im Bereich des Dachausbaus spezialisiert. Die Mitgliedsbetriebe sind besonders geschult worden und bieten dem Kunden die komplette Planung und Durchführung aus einer Hand an. Der Betrieb ist zentraler Ansprechpartner und berät auch den Kunden über mögliche Finanzierungsmöglichkeiten.

Der Qualitätsverbund wird von den Landesverbänden des Zimmererhandwerks unterstützt. Sie sind zuständig für die regionale Umsetzung des Qualifizierungs- und Marketingkonzeptes.



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