Betrieblicher Umweltschutz in Baden-Württemberg
 
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Alternativen zu problematischen Inhaltsstoffen von Reinigungs- und Pflegemitteln

Vielfach stehen Ersatzstoffe zu den aus der Sicht des Umwelt- und Gesundheitsschutzes bedenklichen Stoffzubereitungen zur Verfügung. Ebenso leisten diverse Stoffzubereitungen wie Farb- und Duftstoffe keinen Beitrag zur Reinigung und Pflege von Gebäuden. Hersteller und ihre Lieferanten nennen Ihnen gerne alternative Produkte, die umweltverträglicher sind und eine ähnliche Reinigungsleistung bieten.

In Untersuchungen des Umweltbundesamtes konnten keine Unterschiede in der Reinigungsleistung zwischen herkömmlichen und als "alternativ" bezeichneten Reinigungsmitteln festgestellt werden.  

  • Verzichten Sie wo immer möglich auf Reinigungs- und Pflegemitteln, die in dieser Liste genannte Stoffe und Stoffzubereitungen enthalten
  • Vermeiden Sie möglichst Reinigungs- und Pflegemittel, die
       - der Gefahrstoffverordnung unterliegen
       - der Wassergefährdungsklasse 3 zugeordnet sind

Ein umweltbewusst arbeitender Gebäudereinigungsbetrieb sollte auf Reinigungs- und Pflegemittel verzichten, die folgende Stoffe und Stoffzubereitungen beinhalten:

Tabelle: umweltrelevante Problemstoffe und Alternativen

umweltrelevante Problemstoffe Alternativen
Aktivchlorabspalter  Verzicht auf Bleichmittel 
Aktivsauerstoffabspalter Perborat  Verzicht auf Bleichmittel, falls unbedingt erforderlich Sauerstoffabspalter auf Percarbonatbasis verwenden 
APEO-Tenside  Verwendung von Reinigungsmitteln mit anionischen Tensiden 
Aromatische Lösungsmittel  Lösungsmittel auf Alkoholbasis sind wasserlöslich und weniger gesundheitsschädlich 
EDTA  Verwendung von Reinigungsmitteln mit Komplexbildnern auf Citratbasis 
CKW  Verzicht auf chlorhaltige Reinigungsmittel 
FCKW  Verzicht auf chlorhaltige Reinigungsmittel, Restbestände (Spraydosen) mit dem Treibgas FCKW (seit 1991 verboten) entsorgen 
Formaldehyd  Verzicht auf Stoffzubereitungen mit Formaldehyd,
Lagermengen begrenzen
Kationische Tenside  Verwendung von Reinigungsmitteln mit anionischen Tensiden  
NTA Verwendung von Reinigungsmitteln mit Komplexbildnern auf Citratbasis  
TRI, PER  Reinigungsmittel auf Alkoholbasis als Fettlöser nutzen 
Salz-, Schwefel-, Salpeter- und Phosphorsäure  zur Kalklösung organische Säuren (z.B. Zitronensäure) oder Amidosulfonsäure verwenden  
Kaliumhydroxid, Ammoniak, Metasilikate  Laugen auf Basis von Natriummetasilikaten verwenden 
Synthetische Moschusverbindungen Verzicht auf Reinigungsmittel, die synthetische Duftstoffe enthalten 

Beschränken Sie die Anzahl der Reinigungs- und Pflegemittel auf wenige Produkte bzw. Produktgruppen (in der Unterhaltsreinigung werden in der Regel nicht mehr als 7 bis 10 unterschiedliche Stoffzubereitungen benötigt). Sinnvoll und akzeptabel sind folgende Reinigungsmittel:

  • Alkohol- oder Allzweckreiniger
  • Zitronensäurereiniger
  • Seifenreiniger
  • Scheuermittel
  • Handgeschirrspülmittel
  • Spiritus

Folgende Reinigungs- und Pflegemittel sind ökologisch bedenklich oder nicht erforderlich und sollten daher von umweltbewussten Gebäudereinigern möglichst nicht verwendet werden:

  • Chemische Abflussreiniger/Rohrreiniger
  • Mikrowellenreiniger
  • Backofensprays
  • Möbelpolituren
  • Chlorhaltige Sanitärreiniger
  • Lösungsmittelhaltige Fleckenentferner
  • Urinal- oder Beckensteine
  • Wasserkastenzusätze
  • Herdputzmittel
  • Luftverbesserer/Duftstoffe
  • Weichspüler
  • saure oder basische Grundreiniger


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