Betrieblicher Umweltschutz in Baden-Württemberg
 
StartseiteSitemap Über unsKontaktNewsPartnerWichtige LinksVeranstaltungen    Notizzettel ImpressumDatenschutz Schmuckbild Rechts
 

Abgasuntersuchung

Abgase enthalten schädliche Stoffe wie Kohlenmonoxid, Stickoxide und VOC. Bei Dieselmotoren kommt hinzu, dass ihre Emissionen als krebserzeugend eingestuft sind.

Messung der Abgaswerte und Abgasabsaugung
Sonder zur Messung der Abgaswerte und Rüssel zur Absaugung der Abgase

Bei der Abgasuntersuchung ist für eine entsprechende Absaugung zu sorgen. Diese muss mit Unterdruck arbeiten und so gestaltet sein, dass sie die Abgase am Auspuff möglichst vollständig erfasst und abführt, ohne dass sie in den Arbeitsbereich gelangen. Die Schläuche der Absaugung müssen dicht und für die maximal mögliche Abgastemperatur ausgelegt sein. Metallschläuche müssen mit entsprechenden Handgriffen ausgerüstet sein. Das erforderliche Absaugvolumen berechnet sich nach folgender Formel: U = VH x n x S x 0,0363. Legende: U= erforderliches Absaugvolumen [m³/h], VH= Hubraum des zu prüfenden Fahrzeugs [l], n= Abregeldrehzahl des zu prüfenden Fahrzeugs [1/min], S= Sicherheitsfaktor für Nebenluft, in der Regel 1,2, 0,0363= physikalischer Umrechnungsfaktor. Zudem sollten die Schläuche so installiert bzw. verlegt werden, dass keine Stolperfallen entstehen.

Im Rahmen der 41. und 42. Verordnung zur Änderung straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften ergaben sich Veränderungen im Rahmen der geänderten technischen Fahrzeugüberwachung. Dazu gehört auch, dass seit dem 01.01.2010 nach bestandener Abgasuntersuchung für das vordere Kennzeichen keine AU-Plakette mehr vergeben wird. Ersatzweise wird dann ein bundeseinheitliches blaues Nachweissiegel mit Zangenprägung auf dem AU-Nachweis eingeführt. Somit „wandert“ die AU-Plakette sozusagen vom vorderen Kennzeichen auf den zu erstellenden Prüfnachweis und dient dort als fälschungserschwerendes Merkmal. Ab diesem Zeitpunkt wird die Abgasuntersuchung vollständig an die Hauptuntersuchung angebunden sein. Dennoch werden anerkannte AU-Betriebe weiterhin die Abgasuntersuchung durchführen – eben als eigenständige Teiluntersuchung der Hauptuntersuchung.

Ein weiterer Umweltaspekt sind die Lärmemissionen des Fahrzeugs. Je nachdem, wie der Motortest durchgeführt wird, entsteht eine Lärmbelastung. Besonders intensiv ist der Lärm bei Rollen- und Leistungsprüfständen. Hier sind wiederum insbesondere Diesel-Pkw sehr lärmintensiv, da bei diesen der Motor bis zur Abregeldrehzahl hochgedreht wird. Daher sollten Motortests generell in separaten Räumen durchgeführt werden.

Vorgaben zum Schutz der Beschäftigten vor Gefährdungen durch Lärm werden durch die Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung festgelegt. Ab einem Lärm-Tagesmittelwert von 80 dB(A) ist geeigneter Gehörschutz bereit zu stellen. Ab 85 dB(A) gilt der Arbeitsbereich als Lärmbereich und es besteht Tragepflicht für Gehörschutz. Zudem ist ein Lärmminderungsprogramm zu erarbeiten. Weitere Pflichten enthält die Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung. Die wesentlichen Vorgaben der Verordnung können unter Rechtsgrundlagen > Arbeitsschutz > Lärmschutz nachgelesen werden.

Gehörschutz tragen

Piktogramm: Gehörschutz tragen

Zum Schutz der umliegenden Gebäude gelten die in der TA Lärm festgelegten Lärmpegel. Diese finden sich in der Regel als Auflagen in der Baugenehmigung und variieren je nachdem, ob der Betrieb in einem Gewerbegebiet oder einem Gebiet mit Mischbebauung liegt.

Untersuchung von Abgasen und Geräuschen bei Krafträdern (AUK)

Zur Durchführung der seit 01.04.2006 verpflichtenden Untersuchung von Abgasen und Geräuschen bei Krafträdern (AUK), welche nach dem 01.01.1989 erstmalig zugelassen wurden, konnten bis zum Ende 2008 in Baden-Württemberg 471 AUK-Werkstätten gezählt werden. Die anerkannten Kfz-Meisterbetriebe führen kontinuierlich eine Dokumentation der Betriebsorganisation durch. Dieses Instrument stellt den zentralen Bereich eines Qualitätssicherungssystems im Deutschen Kraftfahrzeuggewerbe dar. Jede anerkannte Kraftfahrzeugwerkstatt erstellt eine umfassende betriebliche Mängelstatistik, die auf Anforderung der Anerkennungs- oder Aufsichtsbehörde vorgelegt werden kann.

Glossar

Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung
Verordnung zum Schutz der Beschäftigten vor Gefährdungen durch Lärm und Vibrationen (ärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung - LärmVibrationsArbSchV).
Den Verordnungstext finden Sie hier.


TA-Lärm
Sechste Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Bundes-Immissionsschutzgesetz (Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm - TA Lärm).
Den Text der Vorschrift finden Sie hier.




Wie beurteilen Sie diesen Artikel?      hilfreich    
                    
  weniger hilfreich

Grafik Druck  Drucken       Grafik Notiz  Zum Notizzettel hinzufügen       Grafik Linkbox  Kommentare schreiben       Grafik Linkbox  Kommentare lesen (0)
 
 
Kommentare
Links