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HolzfeuerungHolz ist der nachhaltigste Werkstoff - besonders im Hinblick auf seine energetische Nutzung. Von einer nachhaltigen Nutzung kann so lange gesprochen werden, wie nicht mehr verbraucht wird, als im gleichen Zeitraum neu entsteht.Der wesentliche Vorteil der Holzverbrennung gegenüber allen anderen fossilen Brennstoffen liegt in seiner Klimaneutralität. Zwar wird ebenso wie bei der Verbrennung von Öl, Gas oder Kohle Kohlendioxid in die Atmosphäre abgegeben. Durch das Baumwachstum wird dieses aber im Rahmen eines klimaneutralen Kreislaufs wieder gebunden. Bild: Kohlendioxid-Kreislauf Emissionen von Holzfeuerungen Neben Kohlendioxid entstehen bei der Verbrennung von Holz und anderen Energieträgern weitere Umwelt wie Gesundheit belastende Schadstoffe. Der folgende Vergleich zeigt die Schadstoffemissionen der unterschiedlichen Brennstoffe bezogen auf die Erzeugung der gleichen Energiemenge: Tabelle: Vergleich der Emissionen verschiedener Brennstoffe Der Vergleich lässt folgende Rückschlüsse zu:
Insgesamt kann gesagt werden, dass Holzfeuerungen mit einer modernen Regelungstechnik den Vergleich mit Öl- oder Gasfeuerungen nicht zu scheuen brauchen und insbesondere hinsichtlich Schwefeloxid und Kohlendioxid Pluspunkte aufweisen. Verbrennungsablauf Die Verbrennung von Holz ist ungleich komplexer als die anderer fossiler Brennstoffe, da der Heizwert des Holzes deutlich stärker schwankt. Ursache dafür sind Unterschiede in
Holz ist somit ein recht ungleichmäßiger (inhomogener) Brennstoff. Je gleichmäßiger seine Brennstoffqualitäten gehalten werden können (z.B. durch Brikettierung), desto optimaler kann die Verbrennung erfolgen. Die Verbrennung des Holzes erfolgt in drei Stufen:
Die folgende Abbildung verdeutlicht den Verbrennungsablauf und die dabei entstehenden Zwischenprodukte: Bild: Ablaufbeschreibung der Verbrennung von Holz Für eine optimale Verbrennung ist es wesentlich, dem Holz bei der richtigen Temperatur die optimale Luftmenge zuzuführen. Die Luftmenge wird mit dem Wert Lambda (l) beschrieben. Er kennzeichnet das Verhältnis der eingebrachten Verbrennungsluft zu der für eine vollständige Verbrennung chemisch notwendigen Mindestmenge. Die folgende Grafik verdeutlicht den Zusammenhang zwischen dem Lambda-Wert und den dabei entstehenden Kohlendioxid-Emissionen: Grafik: Zusammenhang zwischen der Verbrennungsluft und den Kohlenmonoxid-Emissionen Bei einem Luftüberschuss von ca. 1,5 wird eine annähernd vollständige Verbrennung erreicht. Liegt der Wert darunter verschwelt das Holz und Rußpartikel werden deutlicher im Rauch sichtbar. Bei zuviel Luft kühlt die Verbrennungstemperatur zu stark ab. Der Messwert von Kohlenmonoxid ist ein wichtiger Indikator für die Vollständigkeit der Verbrennung und für die Emissionen sonstiger Schadstoffe. Anforderungen an Holzfeuerungen Technologisch und konstruktiv können deshalb folgende Anforderungen an eine qualitativ hochwertige Holzfeuerung abgeleitet werden:
Für die Planung einer Holzfeuerungsanlage sollte man den Rat des Fachverbandes hinzuziehen. Die Beschaffenheit und der Betrieb von nicht genehmigungspflichtigen Feuerungsanlagen, dazu zählen beispielsweise Feuerungsanlagen für Holz und Kohle unter 1 MW Feuerungswärmeleistung, wird in der 1. BImSchV geregelt. Ausführungen dazu finden Sie auf der Seite Rechtsgrundlagen > Immissionsschutz > Nicht genehmigungspflichtige Anlagen. Seit März 2010 gibt es Neuregelungen, die vor allem zum Ziel haben, die durch Holzfeuerungsanlagen verursachte Luftbelastung nicht noch weiter steigen zu lassen. - Falls andere Feuerungsarten in Frage kommen, finden Sie weitere Informationen unter Wichtig für alle Branchen > Energieeffizienz > Einsparmöglichkeiten > Energieerzeugung. Glossar1. BImSchVErste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen – 1. BImSchV). Den Verordnungstext finden Sie hier. CO2 Kohlenstoffdioxid (im normalen Sprachgebrauch auch Kohlendioxid) ist eine chemische Verbindung aus Kohlenstoff und Sauerstoff. Die chemische Summenformel lautet CO2. Es ist ein farb- und geruchloses Gas mit einer Konzentration von ca. 0,04 % (im Jahr 2008 385 ppm, jährliche Zunahme ca. 2 ppm) ein natürlicher Bestandteil der Luft. Es entsteht sowohl bei der vollständigen Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Substanzen unter ausreichendem Sauerstoff als auch im Organismus von Lebewesen als Kuppelprodukt der Zellatmung. CO2 absorbiert einen Teil der Wärmestrahlung (Infrarotstrahlung), während kurzwelligere Strahlung, d. h. der größte Teil der Sonnenstrahlung, passieren kann. Diese Eigenschaft macht CO2 zu einem Treibhausgas. Allgemein ist in der Wissenschaft anerkannt, dass es einen statistisch signifikanten anthropogenen Einfluss auf das Klima gibt und dass eine der Ursachen der Anstieg der Konzentration an Kohlenstoffdioxid in der Atmosphäre ist. HC (Kohlenwasserstoffe) Unter HC versteht man Verbindungen, die aus Kohlenstoff und Wasserstoff bestehen. Sie sind die Stammkörper aller organischen Verbindungen; die niederen Glieder sind geruchlose brennbare Gase, die mittleren meist benzin- und petroleumartige Flüssigkeiten, die höheren feste Stoffe; man unterscheidet aliphatische, alicyclische und aromatische Verbindungen. Kohlenwasserstoffe sind u. a. als Kraftstoffe oder Brennstoffe bedeutend (Erdgas, Propan, Benzin, Heizöl usw.). Bei der Verbrennung werden damit unvollständig verbrannte Holzbestandteile bezeichnet, die nicht vollständig zu Kohlendioxid weiteroxidiert sind. Sie haben einen teerartigen Eigengeruf und sind sehr giftig. Kohlenmonoxid Kohlenmonoxid, chemisch CO, entsteht aus der unvollständigen Verbrennung von organischen Materialien wie Holz, Öl, Gas, Pflanzen usw. Bei einer vollständigen Verbrennung entsteht Kohlendioxid. CO ist damit ein guter Indikator für die Güte der Verbrennung. Kohlenmonoxid selbst ist ein geruchloses Gas, das sehr giftig ist. Stickoxide Die Gase Stickstoffmonoxid (NO) und Stickstoffdioxid (NO2) werden unter dem Begriff NOx (Stickoxide) zusammengefasst. Bei allen Verbrennungsvorgängen entstehen Stickoxide (NOx) als Verbindung zwischen dem Stickstoff der Luft und dem Sauerstoff, aber auch durch Oxidation von stickstoffhaltigen Verbindungen, die im Brennstoff enthalten sind. Stickstoffmonoxid (NO) ist ein farbloses Gas, das an Luft sofort zu NO2 oxidiert wird. Je höher die Verbrennungstemperatur ist, desto höher ist die Stickoxid-Bildung. Bei allen Verbrennungsvorgängen wird NO abgegeben, das in der Luft weiter zu dem gesundheitsschädlicheren NO2 reagiert. Aus NO2 kann sich Salpetersäure bilden, die etwa zu einem Drittel an der Bildung des sauren Regens (Waldsterben) beteiligt ist.
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