Betrieblicher Umweltschutz in Baden-Württemberg
 
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Waschanlagen

Die Fahrzeugwäsche ist ein weiterer wichtiger Bereich der Kfz-Branche. Die Umweltrelevanz liegt hier vor allem beim Wasserverbrauch und der Wasserverschmutzung. Darüber hinaus ist zu beachten, dass die eingesetzten Reinigungsmittel so gewählt werden, dass sie das Abwasser nicht unnötig belasten, keine stabilen Emulsionen bilden und gut biologisch abgebaut werden können.

Waschanlage mit Moosgummi für lackschonende Reinigung
Kfz-Waschanlage mit Moosgummi
Quelle: DEKRA Umwelt GmbH

Bei größeren Waschanlagen ist es sinnvoll, Bereiche mit unterschiedlichem Abwasser voneinander abzugrenzen und das Abwasser getrennt zu behandeln. So ist das Abwasser aus der Oberwäsche meist wenig belastet und kann mit Schlammfang, Koaleszenzabscheider und biologischer Abwasserbehandlung hinreichend aufbereitet werden. Werden hingegen Motor- und Unterbodenwäschen mit einem Hochdruckgerät durchgeführt, so sind weitere Reinigungsschritte nötig.



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Letzter Kommentar von Edith Schmid-Bauer:
Sehr geehrter Herr Stern,

Herr Blind vom Kfz-Verband Baden-Württemberg hat Ihre Anfrage sehr detailliert beantwortet:

im Wesentlichen stammen die nachfolgenden Anhaltswerte hinsichtlich der Absetzungswassermengen aus einem Artikel der "Kommunale Steuer-Zeitschrift", 1998,Heft Nr. 10 und 2002, Heft Nr. 12. Des Weiteren sind die Hersteller von Waschanlagen (z.B. Kärcher/Cleanpark) in der Lage Einzelgutachten für die vorhandene Waschanlage zu erstellen.

Bei der maschinellen Fahrzeugreinigung werden im Zuge der Jahresabrechnung für Wasser und Abwasser in der Regel die Abwassermenge dem Frischwasserbezug gleichgesetzt. Dabei werden die beim Betreiben maschineller Fahrzeugwaschanlagen bestehenden Verdunstungs- und Verschleppungsverluste nicht berücksichtigt.

Soweit keine genaueren Angaben im Einzelfall verfügbar sind, kann bei der maschinellen Pkw-Wäsche in Portalanlagen von 8 - 12 l/Pkw, in Waschstraßen von 12 - 18 l/Pkw ausgegangen werden. Bei den SB-Waschanlagen kann dieser Wert durchaus 20% des Frischwasserbezuges betragen. Ungleich höher liegen hier die Zahlen für die Nutzfahrzeugwäsche je nach Ausführung der Waschanlage. Genaue Angaben über die Menge an Verdunstungs- und Verschleppungsverlusten sind von den Herstellern von Waschanlagen zu erhalten.

Sollten keine genauen Angaben darüber vorliegen, besteht die Möglichkeit, sich im Vorfeld auch mit dem zuständigen Steueramt über die zum Ansatz zu bringende Menge zu einigen. Idealerweise ist hierbei die Messung des Ergänzungswassers, welche in den Vorlagebehälter des Kreislaufwassers zugegeben werden muss (Verdunstungs- und Verschleppungsverluste), zu nennen. Geringere ebenfalls abzugsfähige Abwassermengen ergeben sich aus der Entsorgung der Leichtstoffabscheideranlage und dem Schlammfang.

Nach gängiger Rechtssprechung ist eine Mindestabzugsmenge von 20 m3/a Voraussetzung für einen Antrag zur Berücksichtigung dieser nicht in die Kanalisation eingeleiteten Wassermengen.

Rechtsgrundlage für die Erhebung von Abwassergebühren sind die Kommunalabgabengesetze der Länder mit den entsprechenden Ortssatzungen. Aus denen sich vor allem auch die Bemessungsgrundlagen ergeben. Im Allgemeinen wird der Wasserverbrauch zugrunde gelegt, so dass auf die Verbrauchsdaten der Versorgungsunternehmen zurückgegriffen wird. Seit einiger Zeit wird für den Bemessungsrahmen unterschieden nach Schmutzwasser und Niederschlagswasser (gesplittete Gebühr, z.B. Stuttgart). Dazu werden insbesondere Daten über befestigte und unbefestigte Flächen eines Grundstücks erhoben. Die Berechnungsgrundlagen müssen im Gebührenbescheid genannt werden.


Mit freundlichen Grüßen
 
Roland Blind
Referent Abteilung Handwerk
 
Verband des Kraftfahrzeuggewerbes
Baden-Württemberg e.V.
Motorstraße 1
70499 Stuttgart
 
Telefon:  (0711) 83 98 63-15
Telefax:  (0711) 83 98 63-22
E-Mail:   Roland.Blind@kfz-bw.de
Internet: www.kfz-bw.de
 
Präsident: Otto Hahn
Hauptgeschäftsführer: Peter Flemming
Amtsgericht Stuttgart - VR 287
Das Kraftfahrzeuggewerbe. Unternehmen für Mobilität.

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